Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ludwik Fleck

Ludwik Fleck, geboren 1896 in Lemberg (damals Österreich-Ungarn, heute Ukraine) als Sohn polnisch-jüdischer Eltern, war Mikrobiologe und Wissenschaftstheoretiker. Nach dem Angriff der Deutschen auf die Sowjetunion verlor er seine Stellung im Bakteriologischen Institut in Lemberg und wurde mit seiner Familie erst ins Getto gesperrt, dann nach Auschwitz, wo er in Block 10 serologische Untersuchungen zum Nachweis von Syphilis und Typhus durchführen musste, und schließlich nach Buchenwald deportiert. Zwischen 1945 und 1952 war er Chef des Mikrobiologischen Instituts der Fakultät für Medizin der Marie Curie-Universität von Lublin; 1952 wurde er in Warschau Direktor der Abteilung für Mikrobiologie und Immunologie des Staatlichen Instituts für Mutter und Kind. Nach einem Herzinfarkt und einer Krebsdiagnose emigrierte Fleck mit seiner Frau zu seinem Sohn nach Israel. Er arbeitete am Institut für biologische Forschung in Nes Zijona, wo er 1961 an einem Herzinfarkt starb.

Bücher von Ludwik Fleck

Fleck, Ludwik: Denkstile und Tatsachen. Gesammelte Schriften und Zeugnisse

Cover: Denkstile und Tatsachen

Suhrkamp Verlag, Berlin 2011, ISBN 3518295535, Kartoniert, 682 Seiten, 20,00 EUR

Der polnische Mikrobiologe und Wissenschaftstheoretiker Ludwik Fleck gilt seit langem als Klassiker der Wissenschaftstheorie und erlebt derzeit eine Renaissance, die sich durch die verschiedenen Disziplinen zieht. Die neue Studienausgabe trägt dem Rechnung und versammelt bekannte und unbekannte Texte Flecks zum Teil erstmals in deutscher Übersetzung ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen