Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Leo Baeck

Leo Baeck wurde 1873 in Lissa (heute: Leszno/Polen) als Sohn des Rabbiners Samuel Baeck geboren. Er studierte Philosophie, Geschichte und Religionsphilosophie in Berlin und absolvierte sein Rabbinatsstudium an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums. Ab 1895 war er Rabbiner in verschiedenen Gemeinden, u.a. in Berlin und während des 1. Weltkriegs Feldrabbiner an der West- und Ostfront. Leo Baeck war 1919 Sachverständiger für jüdische Angelegenheiten im preußischen Kultusministerium und übernahm bis1933 repräsentative Aufgaben in der Jüdischen Gemeinde Berlins. 1933 war er Präsident der "Reichsvertretung der Deutschen Juden". In den Jahren von 1933 bis 1943 organisierte er die Emigration zahlreicher Juden. 1943 wurde seine ganze Familie nach Theresienstadt deportiert, wo er in den folgenden Jahren die Gefangenen durch Predigten und Vorträge unterstützte. Er überlebt, seine drei Schwestern kamen alle um. Nach der Befreiung Theresienstadts emigrierte er nach London und wurde 1945/46 Präsident des "Council of Jews from Germany" und der "World Union for Progressive Judaism". 1947 gründete Leo Baeck das später nach ihm benannten "Institut zur Erforschung der Geschichte des Judentums in Deutschland seit der Aufklärung" Bis zu seinem Tod im Jahre 1956 lehrte er an verschiedenen Universitäten in Europa und in den USA.

Bücher von Leo Baeck

Baeck, Leo: Leo Baeck: Werke. Band 5: Nach der Schoa. Warum sind die Juden in der Welt? Schriften aus der Nachkriegszeit

Cover: Leo Baeck: Werke

Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2002, ISBN 3579023381, Gebunden, 558 Seiten, 115,00 EUR

Herausgegeben von Albert H. Friedlander und Bertold Klappert. Leo Baeck hätte schweigen können. Stattdessen: Nach Theresienstadt und nach den Untaten an seinem Volk spricht er die Deutschen und das Christentum neu an. Die Texte des fünften Bandes der Leo Baeck-Werke dokumentieren diese kritische Begegnung. Zugleich zeigen sie, wie der ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen