Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Ibrahim Aslan

Geboren wurde Ibrahim Aslan am 3. März 1935 in einem Dorf nahe Tanta, einer größeren, etwa 100 Kilometer nördlich von Kairo gelegenen Provinzstadt. Während vieler Jahre arbeitete er als Postbeamter. Entscheidend geprägt wurde er von der Nasserschen Juli-Revolution von 1952. Wie andere seines Alters setzte er hohe Erwartungen in die Versprechungen eines Neubeginns und teilte später mit ihnen die Enttäuschung, die der Euphorie folgte - über die begrenzten Erfolge der Reformen, die wachsende Repression im Inneren und schließlich die verheerende Niederlage im Sechstagekrieg von 1967. Seine ersten Erzählungen, die von diesen Ereignissen deutlich Zeugnis ablegen, hat Ibrahim Aslan ab Mitte der sechziger Jahre in verschiedenen ägyptischen Zeitungen und Literaturzeitschriften veröffentlicht. 1971 erschienen sie gesammelt in dem Band "Abendsee". Dieser Sammlung folgten ein weiterer Erzählband, "Jussuf und der Mantel" (1987), und drei kurze Romane: "Der Ibis" (1983), "Nachtschich"t (1992) und "Nilvögel" (1999). "Der Ibis" wurde 1991 in Ägypten verfilmt. Seit 1993 leitet Ibrahim Aslan in Kairo die Feuilletonredaktion der in London erscheinenden Zeitung "al-Hayat".

Bücher von Ibrahim Aslan

Aslan, Ibrahim: Der Ibis. Roman aus Ägypten

Cover: Der Ibis

Lenos Verlag, Basel 2002, ISBN 3857873280, Gebunden, 220 Seiten, 19,50 EUR

Aus dem Arabischen von Doris Kilias. Seit Jahren ist das Cafe Awadallah der wichtigste Treffpunkt für die Männer in Imbaba, einem dichtbesiedelten Stadtteil Kairos. Mit seiner Schließung, die immer wahrscheinlicher wird, droht ein zentraler Ort sozialer Kontakte verlorenzugehen. Hier hört man Radio, spielt Backgammon, lässt ... mehr lesen
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Aslan, Ibrahim: Die Spatzen vom Nil. Roman aus Ägypten

Cover: Die Spatzen vom Nil

Lenos Verlag, Basel 2005, ISBN 3857873604, Gebunden, 171 Seiten, 18,00 EUR

Mit einem Nachwort von Hartmut Fähndrich. Aus dem Arabischen von Doris Kilias. Schauplatz der Spatzen vom Nil ist wie in Ibrahim Aslans Roman "Der Ibis" das lebendige Kairoer Stadtviertel Imbâba. Mit Sympathie und burleskem Humor, der oft ins Tragische kippt, erzählt Aslan die Geschichte einer vom Land in die Metropole übergesiedelten ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen