Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Czeslaw Milosz

Czeslaw Milosz wurde 1911 in Litauen geboren. Er studierte Jura und gründete 1931 gemeinsam mit anderen Schriftstellern die Literaturzeitschrift "Feuersbrünste". Die Gruppe vertrat einen lyrischen Katastrophismus. 1933 erschien sein erster Lyrikband und 1934 erhielt Milosz ein Jahresstipendium für Paris. Nach seiner Rückkehr arbeitete er am Wilnaer Studio des polnischen Rundfunks und später in der Zentrale des polnischen Rundfunks in Warschau. Während des Krieges blieb er in Polen und beteiligte sich an konspirativen Aktionen. Zusammen mit Jerzy Andrzejewski redigierte er die erste unabhängige Zeitschrift im besetzten Warschau.
Nach dem Krieg arbeitete Milosz von 1945 bis 51 als polnischer Kulturattache in New York, Washington und Paris. Gleichzeitig publizierte er in Polen zahlreiche Gedichte, Zeitungsartikel und Übersetzungen. 1951 Bruch mit der Volksrepublik Polen; er wanderte nach Frankreich aus. 1953 erschien sein Buch "Verführtes Denken". Hatte er sich nach dem Krieg noch den Kommunisten verbunden gefühlt, wurde er mit diesem Essayband zu einem ihrer schärfsten Kritiker. 1955 erschien der Roman "Das Tal der Issa", 1959 der Essayband "West- und Östliches Gelände".
1960 ging Milosz als Dozent für slawische Literatur an die Berkeley University, Kalifornien. 1980 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Erst nach der Preisverleihung durften seine Werke wieder offiziell in Polen erscheinen. Nach 1989 verbrachte Milosz wieder viel Zeit in Krakau, wo er im Jahr 2004 starb.

Bücher von Czeslaw Milosz

Milosz, Czeslaw: Hündchen am Wegesrand.

Cover: Hündchen am Wegesrand

Carl Hanser Verlag, München 2000, ISBN 3446199144, Gebunden, 236 Seiten, 14,32 EUR

Aus dem Polnischen und Englischen von Doreen Daume. Kalendergeschichten, die von Liebe und Tod, Kirche und Glauben, Philosophie und Literatur handeln, von allen ersten und letzten Dingen, die jeder auf seine Weise beantworten und meistern muss. Czeslaw Milosz, der große Schriftsteller und scharfsinnige Diagnostiker beleuchtet in diesen kurzen ... mehr lesen
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Grass, Günter / Milosz, Czeslaw / Szymborska, Wislawa / Venclova, Tomas: Die Zukunft der Erinnerung.

Cover: Die Zukunft der Erinnerung

Steidl Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3882437693, Gebunden, 96 Seiten, 14,32 EUR

Herausgegeben von Martin Wälde. Auf Einladung des Goethe-Instituts und des Polnischen Kulturinstituts trafen sich im Oktober 2000 die drei Literaturnobelpreisträger Günter Grass, Czeslaw Milosz und Wislawa Szymborska sowie der litauische Dichter Tomas Vonclova, um über das Trauma der Vertreibung und die Gefahren des Nationalismus, über kulturelle ... mehr lesen
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Milosz, Czeslaw: Mein ABC. Von Adam und Eva bis Zentrum und Peripherie

Cover: Mein ABC

Carl Hanser Verlag, München 2002, ISBN 3446201335, Gebunden, 180 Seiten, 15,90 EUR

Aus dem Polnischen von Doreen Daume. Der polnische Weltbürger und Nobelpreisträger Czeslaw Milosz hat mit seinem ABC eine besondere Autobiografie geschrieben. Aus den Mosaiksteinen von Adam und Eva bis Zentrum und Peripherie erhält man mit der Fülle von Orten und seelischen Zuständen ein Porträt des Dichters. ... mehr lesen
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Milosz, Czeslaw: DAS - und andere Gedichte.

Cover: DAS - und andere Gedichte

Carl Hanser Verlag, München 2004, ISBN 3446204725, Gebunden, 136 Seiten, 14,90 EUR

Aus dem Polnischen von Doreen Daume. Der Nobelpreisträger Czeslaw Milosz zieht die Bilanz seines Dichterlebens: keineswegs altersmilde will er sich seine Lebenslust, seine Neugier und sein Begehren sogar über sein Leben hinaus bewahren. Neben der Sammlung "Das" enthält der Band auch frühere Gedichte, so dass ein Querschnitt durch ... mehr lesen
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Milosz, Czeslaw: Visionen an der Bucht von San Francisco. Amerikanische Essays

Cover: Visionen an der Bucht von San Francisco

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 3518419935, Gebunden, 258 Seiten, 26,80 EUR

Die Amerika-Essays, die der polnische Nobelpreisträger Czeslaw Milosz vor fast 40 Jahren veröffentlichte und die nun erstmals auf deutsch erscheinen, haben nichts an Frische eingebüßt. Zehn Jahre, nachdem sich der aus dem Osten stammende Autor ganz im Westen der westlichen Welt, bei San Francisco, niedergelassen hatte, schrieb er ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen