Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 24.05.2012, 14.09 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Christoph Butterwegge

Christoph Butterwegge, geboren am 26. Januar 1951 in Albersloh (Kreis Münster/Westfalen), vertrat von 1994 bis 1997 an der Fachhochschule Potsdam eine Professur für Sozialpolitik, bevor er als Leiter der Abteilung für Politikwissenschaft an die Universität zu Köln berufen wurde. Dort lehrt er seit dem 1. Januar 1998 Politikwissenschaft und ist gleichzeitig Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FiSt). Butterwegge gehört den Wissenschaftlichen Beiräten der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) und von Attac Deutschland an, ist Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), des Bundes demokratischer WissenschaftlerInnen (BdWi) und in den Beiräten der Zeitschriften "SozialExtra" sowie "Wissenschaft und Frieden". Butterwegge studierte von 1970 bis 1975 Sozialwissenschaft, Philosophie, Jura und Psychologie in Bochum. 1980 promovierte er mit der Dissertation "SPD und Staat heute" an der Universität Bremen. 1990 habilitierte sich Butterwegge an der Universität Bremen mit einer Untersuchung zur Theorie und Praxis der österreichischen Sozialdemokratie ("Austromarxismus") für das Fach Politikwissenschaft. Schwerpunktmäßig beschäftigte sich Butterwegge zunächst mit der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie sowie Fragen der Staatstheorie. Mitte der 80er-Jahre kamen die Themen Friedensbewegung, Abrüstung und NATO-Strategie als neuer Schwerpunkt hinzu. Ab 1990 hat sich Butterwegge dann vor allem den Themen "Rechtsextremismus, Rassismus, (Jugend-)Gewalt" sowie "Migration und Integrationspolitik" zugewandt. Weitere aktuelle Themenfelder Butterwegges sind "Globalisierung", "Sozialstaatsentwicklung", "demografischer Wandel", "(Kinder-)Armut" und "Generationengerechtigkeit".

Bücher von Christoph Butterwegge

Butterwegge, Christoph / Hentges, Gudrun / Sarigöz, Fatma (Hrsg.): Medien und multikulturelle Gesellschaft.

Leske und Budrich Verlag, Opladen 1999, ISBN 3810025011, Broschiert, 228 Seiten, 19,94 EUR

Offenbar ist die Wahrnehmung von Ausländer(inne)n als "Problem" das Ergebnis einer medialen Vermittlung, wodurch die "vierte Gewalt" zur Umdeutung sozioökonomischer in ethnische Krisenprozesse beiträgt. Deshalb erscheint es gerade in Zeiten sich verschärfender Verteilungskämpfe und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen, ... mehr lesen
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Butterwegge, Christoph (Hrsg.) / Klundt, Michael (Hrsg.): Kinderarmut und Generationengerechtigkeit. Familien- und Sozialpolitik im demografischen Wandel

Cover: Kinderarmut und Generationengerechtigkeit

Leske und Budrich Verlag, Opladen 2002, ISBN 3810030821, Broschiert, 244 Seiten, 18,50 EUR

Thema dieses Bandes sind sowohl das gesellschaftliche Problem der Kinderarmut als auch dessen Instrumentalisierung in der Debatte um Reizthemen wie "Rentensicherung" und "Generationenvertrag". Denn deren große Beachtung im öffentlichen Diskurs lenkt von der dramatisch wachsenden Ungleichheit innerhalb der Generationen ... mehr lesen
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Butterwegge, Christoph: Rechtsextremismus.

Cover: Rechtsextremismus

Herder Verlag, Freiburg 2002, ISBN 3451052296, Kartoniert, 191 Seiten, 9,90 EUR

Unter Mitarbeit von Lüder Meier. Brandanschläge und rassistische Übergriffe bis hin zum Mord an Menschen, die von den Tätern als "Fremde" wahrgenommen werden: rechtsextremistisch motivierte Gewalttaten schrecken auf. Wie lassen sie sich erklären - auch vor dem Hintergrund der Globalisierung und der Debatte um den ... mehr lesen
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Butterwegge, Christoph: Krise und Zukunft des Sozialstaats.

Cover: Krise und Zukunft des Sozialstaats

VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3531148486, Kartoniert, 318 Seiten, 24,90 EUR

Zweite, überarbeitete Auflage. Kaum jemand leugnet, dass sich der Sozialstaat in einer tiefen Krise befindet, aber ist es auch die Krise des Sozialstaates, oder wird dieser nur zum Hauptleidtragenden einer Entwicklung, deren Ursachen ganz woanders liegen? Um welche Sachfragen und Kontroversen es bei der Diskussion darüber geht, macht dieses ... mehr lesen
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Butterwegge, Christoph (Hrsg.): Kinderarmut in Deutschland. Ursachen, Erscheinungsformen und Gegenmaßnahmen

Cover: Kinderarmut in Deutschland

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3593365022, Broschiert, 280 Seiten, 20,35 EUR

In der Bundesrepublik wachsen um die Jahrtausendwende immer mehr Kinder und Jugendliche in Armut auf. Sie bilden mittlerweile die Altersgruppe, die am häufigsten und stärksten davon bedroht ist. Die Autorinnen und Autoren des Bandes thematisieren Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen dieses neuen Armutstypus aus einer interdisziplinären ... mehr lesen
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Butterwegge, Christoph (Hrsg.) / Hentges, Gudrun (Hrsg.): Rechtspopulismus. Arbeitswelt und Armut. Befunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Cover: Rechtspopulismus. Arbeitswelt und Armut

Barbara Budrich Verlag, Opladen 2008, ISBN 3866490712, Taschenbuch, 306 Seiten, 24,90 EUR

Der Aufstieg der extremen Rechten in vielen europäischen Ländern des letzten Jahrzehnts hat die Forschung vor neue Herausforderungen gestellt. Weit verbreitet ist die Modernisierungsverlierer - These, wonach insbesondere von Nachteilen des ökonomischen und sozialen Wandel betroffene Personen für rechtspopulistische oder -extreme ... mehr lesen
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Butterwegge, Christoph: Armut in einem reichen Land. Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird

Cover: Armut in einem reichen Land

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3593388677, Gebunden, 400 Seiten, 24,90 EUR

"Armut in Deutschland" ist zu einem Dauerbrenner in Politik und Medien geworden. In Talkshows wird über die Angst der Menschen vor sozialem Abstieg debattiert, über die Folgen von Hartz IV und den Zerfall der Mittelschicht. Doch obwohl man heute viel über soziale Ungleichheit spricht, so der Befund von Christoph Butterwegge, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Faktenhuber

24.05.2012: Aichinger hören, empfiehlt die Zeit. Bei Felicitas Hoppe hält sie sich die Ohren zu: Das klappert. Die SZ stellt eine Alkibiades-Biografie vor. Die NZZ sucht mit Adorno den Konvergenzpunkt von Philosophie und Soziologie. Gründliche Ermittlung bescheinigt die FR dem Reporterteam Koldehoff/Timm im Kunstfälscherprozess Beltracchi. Die FAZ zieht höchste finanzpolitische Autorität heran, um Thilo Sarrazin Unfug vorzuwerfen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen