Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 10.25 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Carl Dahlhaus

Carl Dahlhaus wurde als Sohn eines Ingenieurs am 10. Juni 1928 in Hannover geboren. Schon früh musikbegeistert, erwirkte er für sich Klavierunterricht. 1947 begann er zunächst das Studium der Rechte, dann der Musik- und Literaturwissenschaft in Göttingen und Freiburg. Noch als Student wurde er durch Empfehlung von Bertolt Brecht Dramaturg bei Heinz Hilpert (1890-1967) am Deutschen Theater in Göttingen, wo er an der Universität 1953 mit einer Arbeit über Josquin des Pres promoviert wurde. 1960 ging Dahlhaus als Musikredakteur zur "Stuttgarter Zeitung". So konnte er zu Uraufführungen bedeutender Werke der Neuen Musik reisen, gleichzeitig forschte er über Renaissancemusik, Musikästhetik, -theorie und -analyse. 1962-1966 arbeitete er als Wissenschaftlicher Sachbearbeiter an der Universität Kiel, an der er sich 1966 mit "Untersuchungen über die Entstehung der harmonischen Tonalität" für Musikwissenschaft habilitierte. Nach kurzer Zeit an der Universität Saarbrücken wurde er als Nachfolger von Hans Heinz Stuckenschmidt 1967 auf den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an die TU Berlin berufen. Er lehrte auch zwei Gastsemester in den USA (unter anderem Princeton). Dahlhaus gilt als einer der bedeutendsten Musikwissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Er schrieb 25 Bücher, über 400 Aufsätze und weit über 150 Glossen, Musikkritiken und Buchrezensionen. Er befasste sich in seinem Werk mit allen Epochen der europäischen Musikgeschichte seit der Renaissance und auch mit Geschichtstheorie, Musikästhetik, Musiktheorie und -analyse. Seine Studien zur Vorgeschichte der Neuen Musik - er hatte Schönbergs Werke mit herausgegeben - führten Dahlhaus zur "Musik des 19. Jahrhunderts" (1980). Er erlag am 13.3.1989 in Berlin seinem langen Leiden.

Bücher von Carl Dahlhaus

Dahlhaus, Carl / Miller, Norbert: Europäische Romantik in der Musik. Band 2: Oper und symphonischer Stil 1800-1850. Von E. T. A. Hoffmann bis Richard Wagner

Cover: Europäische Romantik in der Musik

J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 3476015831, Gebunden, 1246 Seiten, 79,95 EUR

Carl Dahlhaus und Norbert Miller erläutern in der zweibändigen Musikgeschichte der Romantik, wie sich die traditionelle Opernform und der neue sinfonische Stil seit 1770 gegenseitig befruchten. Die Geschichte dieser Symbiose ist die Geschichte der klassisch-romantischen Musik als eine einheitliche Epoche. An ausgewählten Ereignissen werden ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Ungesetzliche Liaison

25.05.2012: Die FAZ taucht mitgenommen aus Stefan Merrill Blocks Roman über seinen bipolaren Großvater auf und verliebt sich mit Peter Goldsworthys 15-jährigen Helden in eine Lateinlehrerin. Die SZ findet die erstaunlichsten Querverbindungen in Marcel Beyers Reisebeschreibungen, Gedichten und ornithologischen Recherchen. Und sie stellt fest: Wer heute über Plagiat und Urheberrecht reden will, muss Philipp Theisohn lesen. Mehr lesen

Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen