Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Bei Dao

Bei Dao, 1949 als Zhao Zhenkai in Beijing geboren, gilt als einer der bedeutendsten chinesischen Gegenwartsautoren. Während des Beijinger Frühlings rief er zusammen mit dem Lyriker Mang Ke die literarische Untergrundzeitschrift "Jintian" ("Heute") ins Leben, die er seit ihrer Wiederbegründung 1991 vom Ausland aus betreut. Zur Zeit des Massakers auf dem "Tiananmen Platz" hielt sich der Dichter, dessen Verse auch als Slogans bei den Demonstrationen gerufen wurden, als Gast des DAAD in Berlin auf. In seiner Heimat von Verhaftung bedroht, lebt Bei Dao seither im Exil, zur Zeit in Davis, Kalifornien.

Bücher von Bei Dao

Bei Dao, : Post bellum. Gedichte

Cover: Post bellum

Carl Hanser Verlag, München 2001, ISBN 3446199918, Gebunden, 86 Seiten, 14,32 EUR

Aus dem Chinesischen und mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Kubin. Seit Bei Dao 1989 China verlassen hat, ist er unterwegs und in seiner Heimat Persona non grata. Im Exil sieht er sich in einer Art Nachkriegszeit: Post Bellum. Der Band enthält Gedichte, die Bei Dao nach seiner Emigration in Berlin und auf anderen Stationen geschrieben hat, poetische ... mehr lesen
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Bei Dao, : Das Buch der Niederlage.

Cover: Das Buch der Niederlage

Carl Hanser Verlag, München 2009, ISBN 3446232834, Gebunden, 110 Seiten, 14,90 EUR

Aus dem Chinesischen von Wolfgang Kubin. Bestandsaufnahme und Rückblick: Bei Daos Gedichte - als Exilliteratur in den USA entstanden - bedienen sich hauptsächlich der Paradoxie als Stilmittel. Dies sei, so sagt er, für ihn der einzige Weg, um die Welt in ihrer Widersprüchlichkeit zu entdecken. Indem er sein Leben poetisch analysiert, ... mehr lesen
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Bei Dao, : Gottes chinesischer Sohn. Essays

Cover: Gottes chinesischer Sohn

Weidle Verlag, Bonn 2011, ISBN 3938803371, Broschiert, 215 Seiten, 19,00 EUR

Aus dem Chinesischen und mit einer Nachbemerkung von Wolfgang Kubin. Einer der wichtigsten und weltweit berühmtesten chinesischen Lyriker wendet sich dem Essay zu und damit in ganz neuer, sehr unmittelbarer Weise seinen Lesern. Fast sind es Briefe an sein Publikum, die von den Stationen seines Exils erzählen. Mitunter seltsame, ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen