Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Von Lesern empfohlene Bücher

Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich

Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael

Dokumentation
Herta Müller fordert Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo
Von Herta Müller
05.02.2010. Herta Müller unterstützt in einem Brief an die Nobelstiftung den Vorschlag, Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, "weil er trotz aller Drohungen des Regimes in China und der Gefahr für sein Leben unbeirrt für die Freiheit des einzelnen Menschen eintritt".
The Nobel Foundation
Marcus Storch
P.O. Box 5232
10245 Stockholm
Berlin, 3. Februar 2010
Lieber Herr Storch,
es sollen schon zwei Monate seit der Nobelwoche im Dezember verstrichen sein? trotzdem wünsche ich Ihnen noch ein gutes Jahr 2010. Ich hoffe, wir sehen uns bald mal in Berlin.
Ich habe heute eine dringende Bitte an Sie. Wie Sie wissen, hat Vaclav Havel den chinesischen Schriftsteller Liu Xiaobo als Kandidaten für den Friedensnobelpreis 2010 vorgeschlagen. Liu Xiaobo ist seit 2003 Präsident des chinesischen P.E.N. unabhängiger Autoren und gehört zu den Initiatoren der CHARTA 08, die eine demokratische Gesellschaft einfordert - so wie einst die Charta 77 in der Tschechoslowakei.
Liu Xiaobo setzt sich seit Jahren für die Verwirklichung der Menschenrechte in China ein, mit allen den dazugehörenden Risiken. Er wurde schon mehrfach inhaftiert. Und mit ihm wurden auch andere Unterzeichner der CHARTA 08 festgenommen. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" nennt etwa Zhang Zhuhua in Peking oder Chen Xi, Shen Youlin oder Du Heping.
2008 wurde er am Tag vor dem 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verhaftet. Am diesem Menschenrechtstag wurde die CHARTA 08 öffentlich. Am 24. Dezember 2009 wurde Liu Xiaobo wegen seines Engagements zu 11 Jahren Haft verurteilt.
Liu Xiaobo hat auch meiner Ansicht nach den Friedensnobelpreis verdient, weil er trotz aller Drohungen des Regimes in China und der Gefahr für sein Leben unbeirrt für die Freiheit des einzelnen Menschen eintritt.
Lieber Marcus Storch, ich weiß, daß ich als Literaturnobelpreisträgerin keinen Kanditaten für den Friedensnobelpreis vorschlagen kann. Aber ich möchte Sie bitten, meine Unterstützung für Liu Xiaobo nach Norwegen weiterzuleiten.
mit den besten Grüßen
Herta Müller
Archiv: Dokumentation
Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks
16.12.2010. die tageszeitung, Der Freitag, die Frankfurter Rundschau, der Tagesspiegel, ECCHR und Perlentaucher veröffentlichen zeitgleich diesen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks.
Wir laden alle ein, sich an dem Appell für die Medienfreiheit zu beteiligen.
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Offener Brief von Liao Yiwu an Angela Merkel
09.02.2010. Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu, Autor von "Fräulein Hallo und der Bauernkaiser", darf China nicht verlassen, um zur lit.cologne zu reisen. In einem Offenen Brief wendet er sich an die Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Lassen Sie es nicht zu, dass die Literatur erneut von der Macht gedemütigt wird!" Mehr lesen
Solidarität mit Milan Kundera
04.11.2008. Eine Solidaritätserklärung für Milan Kundera, unterzeichnet unter anderem von J.M. Coetzee, Gabriel Garcia Marquez, Nadine Gordimer, Salman Rushdie, Jorge Semprun. Mehr lesen
Der Streit um die China-Berichterstattung der DW
16.10.2008. Aktualisiert am 21.10. In den letzten Monaten ist die China-Berichterstattung der Deutschen Welle unter Beschuss geraten. In dem Streit geht es vor allem um die stellvertretende Leiterin der China-Redaktion der Deutschen Welle, Danhong Zhang. Ihr wird vorgeworfen, die Kommunistische Partei Chinas zu freundlich zu beurteilen. Hier eine Chronologie der Debatte mit Links zu den verschiedenen Artikeln und Offenen Briefen. Mehr lesen
Vorwürfe wie in Zeiten des Kalten Krieges
13.10.2008. In einem Offenen Brief an den Bundestag und die Deutsche Welle protestieren 65 Chinawissenschaftler, Publizisten und Politiker gegen Forderungen, die China-Berichterstattung der Deutschen Welle unter Aufsicht zu stellen: "Das angestrebte Ziel ist offenkundig die Unterbindung jeder um Differenzierung bemühten öffentlichen Kommunikation über die Entwicklung Chinas". Wir dokumentieren den Brief.
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Für einen werteorientierten Journalismus!
23.09.2008. In einem Offenen Brief an den Bundestag kritisiert der "Autorenkreis der Bundesrepublik" die China-Berichterstattung der Deutschen Welle und fordert eine Überprüfung: "Einrichtungen wie die Deutsche Welle haben sich überraschenderweise in den letzten beiden Jahrzehnten dazu entwickelt, das strategische Vermögen kommunistischer Diktaturen notorisch zu unterschätzen." Wir dokumentieren den Brief. Mehr lesen
Anspruch abgetreten?
19.08.2008. Die Rechte von Übersetzern und Urhebern sollten 2002 mit einem neuen Gesetz gestärkt werden. Inzwischen ist das Gesetz längst verwässert. Schuld daran sind auch die Gewerkschaften und Verwertungsgesellschaften, meint der Urheberrechtler Martin Vogel, der darum auch den Petitionsausschuss des Bundestags anruft Mehr lesen
Kein Ende des Übersetzerstreits
23.06.2008. Der Verband der Übersetzer und die Verleger hätten sich nach jahrelangem Streit über die Prinzipien der Honorierung geeinigt, hieß es in der Presse. Dem widersprechen in einem Offenen Brief, den wir hier dokumentieren,einige prominente Übersetzer. Mitunterzeichner Ilja Braun erläutert die Gründe. Mehr lesen





