Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Was sie sagen
Was sie sagen
27.11.2007. Einige Zitate über den Perlentaucher
"Wenn die FR einen Artikel über die Unmöglichkeit druckt, auf Computern Bewusstsein zu simulieren, dann trägt der Perlentaucher nach, dass es um eine Debatte im Feuilleton der FAZ geht. Der Webmaster wird so zum Moderator in einem Gespräch, in dem alle gleichzeitig und gleichberechtigt präsent sind. Im Netz verschwimmen die Grenzen zwischen den Kulturteilen, und das unendliche Gespräch, von dem die Romantik träumte, wird in einer sehr nüchternen Weise real."
Gustav Seibt in der Zeit vom 24. August 2000
"Denn bei aller Objektivität gehören die an und für sich resümierenden und zitierenden Texte des Informationsdienstes selbst zu den Preziosen aus dem Netz: eine Wendung hier, eine Zuspitzung dort, ab und an ein kurzer Kommentar machen das Stöbern in Newsletter und Homepage zu einem anregenden Vergnügen. Ihren eigenen Charme bewiesen die Perlentaucher besonders bei der wöchentlichen Magazinrundschau, dem einzigartigen Überblick über einige internationale Zeitschriften und deren Themen."
Hans-Joachim Neubauer im Rheinischen Merkur vom 13. März 2003
"Die raren, glücklich etablierten Orte des Internets halten im Idealfall jene riskante Balance von gefährlicher Fülle und rigoroser Reduktion, von Verlässlichkeit und jäher Überraschung, die ein Wesensmerkmal gelingender Öffentlichkeit ist. Wie nur wenige Institutionen vor ihm, ähnlich vielleicht den Cafehäusern der literarischen Boheme im letzten Frühling der bürgerlichen Öffentlichkeit, verlockt dieses virtuelle Forum dazu, die Wellenmuster der Information und die Gezeitenwechsel der Meinungen nicht als Überdruss, sondern als spielerischen Genuss zu erfahren."
Georg Klein in der SZ vom 19. März 2003 zum dritten Geburtstag des Perlentauchers.
"Das neue Genre der Hypertextkolumne - wie sie etwa auch die nominierte Kolumne 'Altpapier' der Netzeitung betreibt - ist eine der wenigen wirklich neuen journalistischen Darstellungsformen im Netz. Die Jury ist zu der Auffassung gekommen, dass der Perlentaucher selbst ein Kleinod ist."
Aus der Begründung der Jury für den Grimme Online Award vom 25. Juni 2003
"Thierry Chervel, der eine Website betreibt, auf der deutsche Feuilletons oder jedenfalls die Unterzeilen ihrer Artikel ziemlich unzulänglich zusammengefasst werden, hat sich seine Subvention besorgt."
Jürgen Kaube in der FAZ vom 2. März 2005 zur Nachricht, dass der Perlentaucher für die Gründung der englischsprachigen Website signandsight.com eine Förderung erhalten hat.
"Das Interesse für signandsight.com wächst ja kontinuierlich. Dazu trägt auch die FAZ bei, ob sie will oder nicht."
György Bence in "Der Krieg der Metafeuilletons", Nepszabadsag, Metazin, Budapest, 19 June 2005
Thierry Chervel ist "ein kundiger Geschäftsmann, dem immer wieder neue Kniffe einfallen, mit ein und demselben Gut Geld zu verdienen: mit den aufgeschriebenen Gedanken anderer Leute."
Olaf Sundermeyer in der FAZ vom 27. Juni 2007
"Liebe Perlentaucher,
als junge Studentin bin ich seit langem Nutzerin Ihres Informationsdienstes und sehr dankbar für das Angebot des 'Perlentauchers', der mir jeden Morgen einen guten Überblick über die aktuellen Debatten im politischen Feuilleton bietet.
Oft entscheide ich nach der Lektüre, welche Tageszeitung ich mir vormittags kaufe, um vom Perlentaucher skizzierte, nicht verlinkte Artikel im Volltext lesen oder spannende Artikel in der Originalversion archivieren zu können. Darunter ist oft auch die FAZ, die ich früher nur selten gekauft habe."
Nina Dombrowsky, Perlentaucher-Leserin am 20. Juli 2007 in einem Kommentar zu den Erwiderungen des Perlentaucher auf die FAZ-Berichterstattung.
"In der Hauptsache ist Perlentaucher ein Hinweisdienst auf aktuelle Feuilletonartikel. Der Dienst ist so nützlich und wird von jedem in der Branche so hoch geschätzt, dass ein Frontalangriff dagegen kulturbetriebsweite Empörung auslösen würde. Die Frankfurter Allgemeine und die mit ihr seltsam verbündete Süddeutsche Zeitung versuchen es deshalb in einer weichen Flanke des Perlentauchers, einem geschäftlichen Nebenzweig, bei dem es nicht um Feuilletonartikel, sondern um Buchrezensionen geht. Auch sie werden redaktionell zusammengefasst und - die Perlentaucher-Leute müssen schließlich von irgendetwas leben - an Internet-Buchhändler verkauft, die diese kurzen Texte ihrerseits im Internet veröffentlichen."
Burkhard Müller-Ullrich in einem Kommentar des SWR zum Prozess FAZ und SZ/Perlentaucher nach der Verhandlung in der zweiten Instanz vor dem OLG Frankfurt, Oktober 2007.
"Das Verdienst des Perlentauchers liegt vielmehr darin, erstmals in der deutschen Feuilleton-Landschaft eine Internet-Plattform geschaffen zu haben, die den Wettbewerb der Meinungen sichtbar macht. Analysen und Bewertungen kultureller Ereignisse, intellektueller Debatten oder eben auch die Buchrezensionen der verschiedenen Zeitungen werden an diesem Ort in Relation gesetzt und kommentiert. Das heißt, die reale oder angestrebte Deutungsmacht und -hoheit einzelner Printmedien wird relativiert und infrage gestellt - ein die Demokratie und den öffentlichen Raum belebendes Unterfangen."
Ulrike Ackermann in der FR vom 13. November 2007 zu dem Vorwurf, der Perlentaucher kompiliere nur die "Gedanken der anderen".
Archiv: Presseschauen
Zurück in die Münzfernsprecher-Epoche
19.03.2010. In der FR erkennt Verena Auffermann in der Diskussion um Helene Hegemann die Angst vor der digitalen Zukunft. In der Welt bestätigt dies eine Studie und nennt auch eine Zahl: über 70 Prozent der Deutschen sind nie in der digitalen Gesellschaft angekommen. In der taz ist Liao Yiwu froh, dass seine Bücher illegal kopiert werden, sonst könnte sie niemand lesen. Die SZ porträtiert den künftigen tschetschenischen Nobelpreisträger Kanta Ibragimow, der seinen jüngsten Roman nur dank eines geschmuggelten USB-Sticks veröffentlichen konnte. In der FAZ rauft sich Constanze Kurz die Haare: Sendezeiten im Internet? Wo leben unsere Landespolitiker? Mehr lesen
Starke Beißhemmung
19.03.2010. Verrissen und verkauft: Helmut Böttiger über den Zustand der deutschen Literaturkritik und Michael Angeles Plädoyer für den Verriss - Buchpreis: Gänseblümchen statt Skandal - Raffinessen der Reproduktion oder Wider die Diktatur des Originals: Wolfgang Ullrichs "Raffinierte Kunst" - Der Teufel blieb: Alfred Döblins monumentales "Erzählwerk" - Wolf Schneider über die "unendliche Geschwätzigkeit" der Blogger + Meinungsmacht Fernsehen. Mehr lesen
Karikaturen und Cartoons
17.03.2010. Trennung? Mehr lesen
Weniger Glanz, mehr Knirschen
16.03.2010. Die New York Times untersucht den neuen Realitätshunger. In Salon findet Andrzej Stasiuk nur individuelle Realitäten. In der Gazeta Wyborcza ergründet der Ethnologe Tomasz Rakowski die Realität der Armenschächtler. Manchmal sind Realitäten auch austauschbar, lernt El Pais Semanal von der Financial Times. Le Monde diplomatique informiert über den Stand der Verhandlungen zu Acta. Und der New Yorker erlebt die Kulturindustrie in Höchstform. Mehr lesen
Archiv: Bücher
Das wäre ja der Tod
19.03.2010. Die FAZ schwärmt vom lakonischen Witz in Tom Drurys Roman "Der Tod des Vandalismus", dem sie mit Begeisterung zu den skurrilsten Orten der amerikanischen Provinz folgt. Die Sagen der Säufer, Zocker und Loser lässt sich die FR von Clemens Meyer erzählen. Großes Lob vergibt die SZ an Andreas Schäfers Roman "Wir vier". Mehr lesen
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010. Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Engel der Nutzlosigkeit
05.03.2010. Reiche Ausbeute in diesem Monat: Wir fanden surrealistische Geschichten von Jiri Kratochvil und Leonora Carrington, Liebe überkreuz bei Ulrike Draesner, clevere Hacker bei Cory Doctorow, chinesische Gegenwartslyrik und einige Bücher, die den Rezensenten den Glauben an die Germanistik wiedergaben: Thomas Strässles Literaturgeschichte des Salzes und die Biografie der Brüder Grimm von Steffen Martus. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats. Mehr lesen
Emotional labiler Federfetisch
19.01.2010. Wäre Inspektor Jensen nicht von einem Feticheur mit einem Fluch belegt worden, dann wäre er nicht nach Island gefahren, nicht von einer Fremden im Bett gebissen worden und würde nicht von einem Psychopathen verfolgt. Dies alles und noch etwas Quantenphysik findet man in Linus Reichlins "Assistent der Sterne". Jochen Schmidt präsentiert mit "Gangster, Opfer, Detektive" eine 1.100 Seiten starke Typengeschichte des Kriminalromans. Mehr lesen
Archiv: Magazin
Gezwitscher
18.03.2010. Das Telefon klingelte und der Anrufbeantworter sprang an, das Notebook meldete ein Twitter-Update und an der Haustür klopfte es unerhört selbstbewusst... Eine Erzählung Mehr lesen
Preis der Leipziger Buchmesse für Georg Klein
18.03.2010. Nein, nicht Helene Hegemann bekommt den Preis der Leipziger Buchmesse, sondern Georg Klein für seinen "Roman unserer Kindheit". Wir gratulieren dem Autor! Und für den Leser gibt es hier eine Leseprobe.
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Die stärksten Triebkräfte bei Büchern
16.03.2010. Vor der Leizpziger Buchmesse: Ein Blick auf europäische Bestsellerlisten zeigt, dass keineswegs nur die angloamerikanischen Dampfmaschinen ziehen. Übersetzt wird trotzdem zu wenig, und es fehlen Übermittlungskanäle. Mehr lesen
Neid und Gier in Darmstadt
11.03.2010. Seit 2004 veranstaltet der Pfarrer der Stadtkirche Darmstadt einen Predigtzyklus zu den zehn Geboten. Er lädt zu diesen Predigten prominente Autoren ein. Götz Aly deutet das Neunte Gebot am Beispiel der Judenverfolgung in Darmstadt: Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen. Mehr lesen





