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zuletzt aktualisiert 02.09.2010, 14.19 Uhr

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Vorgeblättert

Tidiane N'Diaye: Der verschleierte Völkermord

15.02.2010. Der senegalesische Anthropologe Tidiane N'Diaye beschreibt in "Der verschleierte Völkermord" die Versklavung der Schwarzafrikaner durch muslimische Eroberer, beginnend im 7. Jahrhundert. Der Autor schätzt die Zahl der Toten des arabischen Sklavenhandels auf mindestens 17 Millionen. In Darfur währt dieser Horror bis heute. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der verschleierte Völkermord".

Bild zum ArtikelTidiane N'Diaye: Der verschleierte Völkermord
Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika
Aus dem Französischen von Christine und Radouane Belakhdar

Rowohlt Verlag, Berlin 2010
256 Seiten, gebunden, Euro 19,95

Erscheint am 12. März 2010

Hier zur Leseprobe

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Mehr Informationen beim Rowohlt Verlag

Klappentext: "Der verschleierte Völkermord" schildert die Versklavung der schwarzen Bewohner Afrikas durch die muslimischen Eroberer. Im Jahre 652 zwang der Emir Abdallah ben Said dem nubischen König Khalidurat einen Schutzgeld-Vertrag auf: Nubien sollte in Zukunft unter dem Schutz Allahs und seines Propheten Mohammed stehen, sofern es jedes Jahr 360 Sklaven beiderlei Geschlechts an den Imam der Muselmanen überstellte. Im Laufe der folgenden dreizehn Jahrhunderte drangen islamische Sklavenhändler immer tiefer in den Kontinent ein und verschleppten viele Millionen Schwarze in die arabischen Länder. Der Autor beschreibt den unglaublichen Blutzoll, den dieser menschenverachtende Handel forderte. Auf jeden gefangenen Sklaven kamen durchschnittlich drei Menschen, die beim Niederbrennen der Dörfer oder in den darauf folgenden Hungersnöten umkamen. Und auf den Todesmärschen starb in der Regel noch einmal mehr als die Hälfte aller Sklaven. Der Autor schätzt die Zahl der Toten, die auf das Konto des arabischen Sklavenhandels gingen, auf mindestens 17 Millionen. Ein erschütterndes Buch über einen bisher kaum thematisierten Völkermord. Im Vorwort schreibt N'Diaye: "Der Horror in Darfur währt mittlerweile seit dem 7. Jahrhundert - bis hinein ins 21. Jahrhundert, mit dem Unterschied, dass es nun auch eine ethnische Säuberung gibt."

Zum Autor: Tidiane N'Diaye ist Anthropologe und Wirtschaftswissenschaftler und ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Kulturen und der Geschichte Schwarzafrikas. Er hat mehrere Bücher über dieses Themenfeld geschrieben.

Leseprobe

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Archiv: Vorgeblättert

Hannah Arendt, Gershom Scholem: Der Briefwechsel

30.08.2010. Von 1939 bis 1964 führten Hannah Arendt und Gershom Scholem einen intensiven Briefwechsel, in dem sie sich über jüdische Geschichte und jüdisches Selbstverständnis auseinandersetzten. Lesen Sie hier Auszüge aus der Korrespondenz, in denen es um Walter Benjamins Tod und Hannah Arendts Bericht "Eichmann in Jerusalem" geht. Mehr lesen

Elisabeth Badinter: Der Konflikt

23.08.2010. Frauen sollten wieder zurück zu Heim und Herd. Diesmal nicht, um den Mann zu umsorgen, sondern das Kind. Unter dem Banner der Natürlichkeit werden die Ansprüche an die gute Mutter so in die Höhe geschraubt, dass Frauen ihre Freiheiten wieder zu verlieren drohen, fürchtet Elisabeth Badinter. Lesen Sie hier einen Auszug aus ihrem neuen Buch "Der Konflikt".
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Maria Sonia Cristoff: Patagonische Gespenster

19.08.2010. Die argentinische Journalistin Maria Sonia Cristoff bereist  Patagonien und berichtet von den Menschen, die es dorthin verschlagen hat, in diese gottverlassenen Landschaften am anderen Ende der Welt. Lesen Sie hier einen Auszug aus: "Patagonische Gespenster". Mehr lesen

Ngugi wa Thiong'o: Träume in Zeiten des Krieges

16.08.2010. "Ich hatte keine Farm in Afrika" könnte der erste Satz von Ngugi wa Thiong'os Buch lauten. Der kenianische Schriftsteller erzählt von seiner Kindheit in einer Bauernfamilie mit dreiundzwanzig Geschwistern, den Befreiungskämpfen der Mau-Mau und vom großen Glück, die Schule besuchen zu dürfen. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Träume in Zeiten des Krieges". Mehr lesen

Zora del Buono: Big Sue

12.08.2010. Zora del Buono erzählt in ihrem Roman "Big Sue" von der Suche eines Mannes nach seinen Wurzeln. Dabei trifft er unter anderem auf eine neugierige Journalistin, Geister in einer Villa, Alligatoren in den Sümpfen Georgias und gutgehütete Geheimnisse. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Big Sue". Mehr lesen

Cesarina Vighy: Mein letzter Sommer

09.08.2010. In ihrem Romandebüt erzählt die über 70-jährige Italienerin Cesarina Vighy von ihrem Leben in Venedig und Rom und zieht Bilanz angesichts einer unheilbaren Krankheit und von Fragen, die nie beantwortet werden. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Mein letzter Sommer". Mehr lesen

Regie: Ruth Berghaus. Geschichten aus der Produktion

05.08.2010. Irene Bazinger hat einen Band mit Erinnerungen an die große Regisseurin Ruth Berghaus zusammengestellt. In unseren Leseproben erzählt Hans Neuenfels, wie ihm Berghaus einen Antrag machte, Achim Freyer streitet sich über Kommunismus, und Jürgen Flimm erinnert sich an "Generalin Ruth". Mehr lesen

Francis Wyndham: Der andere Garten

02.08.2010. Die dreißigjähre Kay steht im Mittelpunkt dieser Geschichte aus dem England des Zweiten Weltkriegs. Erzählt wird sie von einem Jungen, der sich mit ihr anfreundet und in der Zeit erwachsen wird. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Der andere Garten" von Francis Wyndham.
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29.07.2010. Der litauische Schriftsteller Romualdas Granauskas erzählt in seinem Roman "Das Strudelloch" von Gaucys Jiuozapas, der alles richtig machen will und doch keine Chance hat, den gnadenlosen Verhältnissen seines Lebens zu entkommen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Martin Caparros: Wir haben uns geirrt

26.07.2010. In Argentinien verschwanden während der Militärdiktatur in den siebziger Jahren ungefähr 30.000 Menschen. Auch die Frau und Kampfgefährtin von Carlos, der sich auf die Suche nach ihr macht und auf die Täter von damals trifft. In "Wir haben uns geirrt" erzählt der argentinische Schriftsteller Martin Caparros vom Scheitern revolutionärer Ideale, von Schuld, Gewalt und Sühne. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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19.07.2010. Drei Männer erzählen in diesem epischen Roman über Ri Koran von ihrer Begegnung mit der asiatischen Schauspielerin, Sängerin, Politikerin und Journalistin. Anhand der Stationen ihres Lebens zeichnen sie ein Bild aus östlicher und westlicher Sicht der Dramen des 20. Jahrhunderts. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Die drei Leben der Ri Koran" des niederländischen Autors Ian Buruma.
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12.07.2010. Jose Maria versteckt sich auf der Flucht vor der Polizei in dem Haus, in dem seine Freundin Rosa als Dienstmädchen lebt. Jahrelang isst, trinkt, badet er heimlich, beobachtet die Bewohner und bringt nebenbei den Sohn des Hauses um, der Rosa vergewaltigt hat... Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Stille Wut" des argentinischen Schriftstellers Sergio Bizzio. Mehr lesen

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28.06.2010. El Negro heißt der Protagonist dieses Krimis. Er scheitert nicht nur in der Liebe, sondern auch in seiner kriminellen Karriere, und nicht zuletzt an der Verstrickung der argentinischen Militärdiktatur Ende der siebziger Jahre mit dem Verbrechermilieu. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Und der Engel spielt dein Lied" des argentinischen Autors Raul Argemi. Mehr lesen

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10.05.2010. Andre Schiffrin, der Sohn eines Verlegers, wurde selbst als Verleger berühmt und prägte wie kein anderer die literarische und politische Szene in Amerika. Seine Memoiren spiegeln die Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts in Europa und Amerika wider. Lesen Sie hier einen Auszug aus seiner Autobiografie "Paris, New York und zurück".
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