Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 22.03.2010, 14.14 Uhr

Vorgeblättert

Bernard-Henri Levy: American Vertigo

Ausgewählte Leseproben.

12.03.2007. Seelen haben Konjunktur: Sei es die von Europa oder diejenige Amerikas. Der französische Philosoph und Schriftsteller Bernard-Henri Levy hat sich in seinem Bericht "American Vertigo" auf die Suche nach der Seele Amerikas begeben. Lesen Sie einen Auszug.

Bild zum ArtikelBernard-Henri Levy: American Vertigo
Auf der Suche nach der Seele Amerikas
Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2007
383 Seiten, gebunden, Euro 24,90

Erscheint am 15. März 2007

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Zum Buch: Der französische Philosoph und Schriftsteller Bernard-Henri Levy ist ein Jahr quer durch die USA gereist und folgte damit einem großen historischen Vorbild: 1835 bereiste Alexis de Tocqueville Amerika und leitete aus seinen Beobachtungen Lehren für die europäische Demo­kratie ab. Levy besuchte Gefängnisse und die Armenviertel, bereiste die Pro­vinz ebenso wie die Großstädte. Dabei erkundet er die amerikanische Kultur vor Ort und bietet eine Nahaufnahme der Menschen: mit einer Bar­frau in Colorado bespricht er die Komplexität des Sozialversicherungs­systems, inspiziert in Nevada puritanische Puffs mit patriotischen Prosti­tuierten und lässt sich von einem Hubschrauberpiloten über dem Grand Canyon den Schöpfungsglauben erklären. Mit dem distanzierten Blick von außen beschreibt Levy den Hang zum Übermaß in einem Land, in dem Kirchen wie Banken aussehen, Banken wie Kirchen, Priester wie Rechts­anwälte und Rechtsanwälte wie Bodyguards.
Neben aller Kritik spart Levy aber auch nicht mit Bewunderung: Er be­staunt die große Offenheit der Gesellschaft, die kulturelle Differenzen zu­lässt. Und er konstatiert überrascht eine Nation, welche die schwierige Frage nach ihrer Identität damit beantwortet, sich immer wieder selbst neu zu erfinden.

Bild zum ArtikelZum Autor: Bernard-Henri Levy, geboren 1948 in Beni-Saf, im ehemalig französischen Algerien, ist Philosoph, Publizist, Aktivist und einer der namhaftesten Intellektuellen Frankreichs. Bekannt wurde er mit seinem politischen Essay "Die Barbarei mit menschlichem Gesicht". Seither hat er Dutzende Bücher veröffentlicht. Auf Deutsch erschien von ihm unter anderem eine Sartre-Biografie. Levy gehört zu den Unterzeichnern des Manifestes der 12 (März 2006) "Gemeinsam gegen den neuen Totalitarismus".
(Foto: R. Escher)


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Archiv: Vorgeblättert

Richard Yates: Ruhestörung

22.03.2010. Der amerikanische Schriftsteller Richard Yates (1926-1992) erzählt in seinem 1975 erschienenen Roman "Ruhestörung" die Geschichte des beruflich erfolgreichen John Wilder, der nach einem Burn-out und Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie seine Erlebnisse verfilmen will und in neue Zwänge gerät. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Francois Walter: Katastrophen

15.03.2010. Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen

Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst

11.03.2010. Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen

Necla Kelek: Himmelsreise

08.03.2010. Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen

Yasmina Khadra: Die Schuld des Tages an die Nacht

04.03.2010. Younes wird zu Jonas, als er als Kind von seinem arabischen Onkel und dessen französischer Frau in Oran angenommen wird. In seinem Leben und einer unmöglichen Liebe spiegelt sich die Spannung zwischen Orient und Okzident. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman des algerischen Autors Yasmina Khadra "Die Schuld des Tages an die Nacht". Mehr lesen

Georg Klein: Roman unserer Kindheit

01.03.2010. Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, Laubenkolonien: In den frühen sechziger Jahren der Bundesrepublik verbringen die Kinder in Georg Kleins "Roman unserer Kindheit" ihre Sommerferien und begegnen bedrohlichen Gestalten: dem Mann ohne Gesicht, dem Fehlharmoniker, dem mysteriösen Kommandant Silber, dem tauben Sittichzüchter... Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Eva Züchner: Der verschwundene Journalist

25.02.2010. Mit der Biografie ihres 1945 verschwundenen Vaters erzählt Eva Züchner auch eine Geschichte des Journalismus im Dritten Reich. Volontariat, Reichspresseschule und Propagandaministerium waren die Stationen des Gerhart Weise, der, ohne Parteimitglied gewesen zu sein, einen klassischen Schreibtischtäter abgab. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der verschwundene Journalist". Mehr lesen

Michael Hardt, Antonio Negri: Common Wealth

22.02.2010. Zeit für ein bisschen Kapitalismuskritik: Die beiden Autoren Michael Hardt und Antonio Negri entwerfen in ihrem neuen Buch ein globales Gesellschaftssystem, in dem natürliche Ressourcen, aber auch Wissen und Information zum gemeinsamen und geteilten Gut werden. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Common Wealth".
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Tidiane N'Diaye: Der verschleierte Völkermord

15.02.2010. Der senegalesische Anthropologe Tidiane N'Diaye beschreibt in "Der verschleierte Völkermord" die Versklavung der Schwarzafrikaner durch muslimische Eroberer, beginnend im 7. Jahrhundert. Der Autor schätzt die Zahl der Toten des arabischen Sklavenhandels auf mindestens 17 Millionen. In Darfur währt dieser Horror bis heute. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der verschleierte Völkermord".
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Christopher Isherwood: Löwen und Schatten

08.02.2010. Großartig erzählt Christopher Isherwood in "Löwen und Schatten" von seiner Schul- und Studienzeit in London und Cambridge in den zwanziger Jahren, von seinen ersten Schreibversuchen und seinen ersten Freunden und Liebhabern. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen

Miljenko Jergovic: Freelander

01.02.2010. Karlo Adum heißt der Held in Miljenko Jergovics neuem Roman "Freelander". Er ist ein pensionierter Lehrer und begibt sich eher widerwillig auf eine Irrfahrt durch Kroatien nach Bosnien und Herzegowina. Zu einer Testamentseröffnung. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Alain Mabanckou: Black Bazar

25.01.2010. Alain Mabanckou erzählt in seinem Roman "Black Bazar" sehr selbstironisch von den Träumen afrikanischer Männer, die in Paris ihr Glück suchen. Und hin und wieder auch einen Rückschlag verschmerzen müssen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Aatish Taseer: Terra Islamica

18.01.2010. Was bedeutet es Muslim zu sein? Die Reise des indisch-britischen Journalisten Aatish Taseer durch islamische Länder nach Pakistan zu seinem muslimischen Vater ist auch die Suche nach seiner Identiät. Lesen Sie hier einen Auszug aus seiner Reportage "Terra Islamica". Mehr lesen

Kristof Magnusson: Das war ich nicht

04.01.2010. Der zweite Roman von Kristof Magnusson ist so vergnüglich zu lesen wie sein erster. "Das war ich nicht" erzählt von einem jungen Banker, einem ausgebrannten Schriftsteller und einer ehrgeizigen Übersetzerin, deren Wege sich kreuzen. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen

Jean-Michel Palmier: Walter Benjamin

23.11.2009. In seiner monumentalen Werkbiografie Walter Benjamins zeichnet der französische Philosoph und Kunsthistoriker Jean-Michel Palmier minutiös Benjamins Denkweg nach. Zu den Grundfiguren seiner Erzählung macht er dabei den Lumpensammler, den Engel und das "bucklicht Männlein". Hier Auszüge aus "Walter Benjamin - Leben und Werk". Mehr lesen

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