Bücher der Saison
Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Jobs
Historische Tage
Artikel von
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Vorgeblättert
Leseprobe zum Buch von Sasa Stanisic: Wie der Soldat das Grammofon repariert. Teil 2
04.09.2006.
Der Angesprochene würdigte ihn keines Blickes, sah weiter auf den Sekundenzeiger, also schnippte Gavro den Ball mit der Fußspitze hoch, hielt ihn mit links und rechts abwechselnd in der Luft, balancierte ihn auf der Stirn, ließ ihn auf dem Oberschenkel abtropfen und stoppte ihn auf dem Spann. Dazu trillerte er die Melodie von "Somewhere over the rainbow" in einer so lauten Weise schön, dass sich Köpfe nach ihm drehten. Die Männer blinzelten in diesem Konzert aus Nachmittagssonne, Ballgeschick und wohlklingenden Melodien, traten von einem Bein auf das andere oder standen einfach herum und stützten die Hände auf die Hüften. Ruhig wurde es auf Igman häufiger in den letzten Monaten, vor allem nachts, wenn auf der Lichtung und im Tal die Waffen ruhten. Aber so friedlich wie vor dem Anstoß und zu Gavros Angedenken an vielleicht Glenn Miller, war es hinter Gottes Füßen seit langem nicht mehr gewesen.
General Mikado, der Befehlshabende der serbischen Einheit, schlug dem Pfeifenden mit der flachen Hand gegen den Hinterkopf, nahm ihm den Ball vom Fuß, pfiff selbst schrill in die Finger und spielte den ersten Pass. Kannste sieben Sekunden früher abpfeifen, rief der Mann mit gedrungenem Oberkörper und schrägen Augenschlitzen, denen er seinen Spitznamen verdankte. Er stürmte am Schiri vorbei und wich auf den rechten Flügel aus, wo er keine zwei Minuten später das Eins-null für die Serben vorbereiten würde - eine Flanke auf den Kopf von ebenjenem pfeifenden Gavro.
In den frühen Achtzigern hatte Dejan Gavrilovic Gavro eine Karriere als Klarinettist aufgegeben, um Fußball-Profi zu werden. Es folgten fünf Jahre Abstiegskampf in der zweiten Liga, dann ein Kreuzbandriss. Während der Genesungszeit hatte er wieder mit der Klarinette begonnen und gab Ende der Achtziger mit seinem Bruder Konzerte in Belgrader Jazzkneipen. Sie nahmen eine Platte auf, die nicht unbeachtet blieb. Im November einundneunzig wurde der Bruder eingezogen und fiel nur vier Tage später in der kroatischen Provinz. Gavro legte ein zweites Mal die Klarinette weg, dieses Mal, um Soldat zu werden. Er focht in ebenjener Provinz, erlebte das Ende des Krieges in Kroatien und erkundigte sich, ob er kurz mal duschen könne und wie es mit frischen Handtüchern aussehe, als er gefragt wurde, ob er sich weiterrächen wolle, an Sarajevo zum Beispiel.
Das Zwei-null machte Mikimaus mit einem seiner Gewaltschüsse. Er eroberte sich den Ball an der Eckfahne - ein in die Erde gerammtes Gewehr - und marschierte durch die Reihen des Feindes, begleitet von spöttischen Zurufen, aber nicht konsequent genug angegriffen. Die Beleidigungen schienen ihm dieses Mal nichts auszumachen, noch in der eigenen Hälfte peilte er Dino Zoff an, der Mund sperrangelweit offen wie eh und je. Ein Doppelpass, eine Körpertäuschung, Schuss, uuh!, und Dino Zoff konnte den Ball nicht entscheidend ablenken. Nach dem Schuss war Mikimaus schlagartig stehen geblieben und hatte die Kugel mit zum Gruß erhobenem Arm verfolgt, als verabschiedete er einen guten Freund auf eine lange Reise.
Die Territorialen hatten ihre einzige gute Torchance Ende der ersten Halbzeit, als Kiko einen Alleingang durch die gegnerische Defensive mit einem Tannenpfostenknaller abschloss. Im direkten Gegenzug spielte Gavro, der Klarinettist, einen Pass auf Marko in die Sturmspitze, Meho kam aber einen Tick schneller an den Ball und drosch ihn mit voller Wucht aus dem Strafraum, aus dem Spielfeld, aus der Lichtung und in den Wald.
Eh, fick doch die Waldfee, schüttelte Meho den Kopf und ging in die Hocke, als müsse er sich übergeben. Der Schiri pfiff, zeigte erst auf Meho, dann zum Wald - eine Geste, die es wohl bei keinem anderen Fußballspiel auf der Welt gab, und die bedeutete: Meho hat die Scheiße verbockt, also hat er das Ding auch zu holen. Einen Plan, wo genau die Minen lagen, konnte man ihm allerdings nicht mitgeben, vermutlich existierte so etwas gar nicht. Die Minen aber existierten ganz gewiss. Noch bevor sich die Front um die Lichtung verhärtete, hatten die Serben bei einem Versuch, von hinten an die Territorialen heranzukommen, zwei Mann in dem Wald verloren und vom dritten ein Bein. So isses gut, holt sie euch brav alle zurück und lasst ja keine liegen, schade um die Ziegenböcke, hatte es damals von den Stellungen der Territorialen gedröhnt.
Dino Zoff griff Meho unter die Arme. Mensch, Meho, flüsterte er, haben wir es nicht tausend Mal besprochen: eine gute Abwehr haut den Ball nicht weg! Hinten schön abgeklärt, kurze Pässe, das kann doch echt nicht schwer sein.
Kann nicht schwer sein, flüsterte auch Meho zu sich, als er, begleitet von zwei Sanitätern, am Waldrand ankam und sich umschaute. Alle Spieler und beide Aus-Linien sahen in seine Richtung. Irgendjemand winkte, also winkte Meho zurück. Der Ball lag etwa zwanzig Meter vom Waldrand entfernt, friedlich unter rotem Farn auf Moos gebettet. Die Sonne durchflutete das Waldstück mit gleißendem Licht, die Strahlen fielen schräg durch die Blätter auf den leicht ansteigenden Waldboden, der dem zitternden Mann im Trikot von Roter Stern Dutzende Minen verheimlichte. Das Trikot! Panisch zog Meho den rot-weißen Dress seiner Lieblingsmannschaft aus, küsste den Stern und faltete es auf dem Boden sorgfältig zusammen.
Meho, warte mal! Marko war seinem Gegenspieler die kleine Anhöhe hinauf gefolgt. Hier, für den Ball, zwinkerte der serbische Stürmer und reichte Meho eine kugelsichere Weste, wickel ihn gut ein, bevor du zurückläufst.
Meho starrte die schwarze Weste an.
Sag mal, Meho, wie kommt das denn eigentlich? Marko hob Mehos Trikot auf und schüttelte den Kopf. Die sind doch Belgrader?
Mehos Kinn zitterte. Immer und ewig die Rot-Weißen!, schnarrte er und wischte sich den Schweiß aus der Stirn. Er streifte Markos Weste über und sagte mit bebender Stimme: geh du mal lieber zurück, und dann in akzentfreiem Englisch, indem er einen Schritt in den Wald trat: this could get fuckin' dangerous.
Mit Mehos Trikot in der Hand lief Marko zu den anderen zurück. Man saß im Gras, unterhielt sich und sah zu den Bäumen, auch nachdem Meho in ihrem Schatten verschwunden war. Gavro kratzte sich mit einem Holzsplitter unter den Fußnägeln und pfiff eine verspielte Melodie vor sich hin. Der satte Pfeifton schaukelte zwischen den nackten Oberkörpern der serbischen Elf und tanzte vor den konzentrierten Gesichtern der Territorialen. Ein Klezmer, und sie alle hörten demselben Lied zu, einige tippten zum Takt ins Gras oder sich gegen den Oberschenkel andere nicht, das war der einzige Unterschied. Den Bäumen beim Waldsein zuzusehen, war ein zuhörendes Warten. Auf Meho, auf ein neues Lied oder auf einen Knall.
Es knallte, als General Mikado wieder auf Gavros Hinterkopf schlug. Das Lied verstummte, und der General fragte laut und betonte jede Silbe, als würde er auf einer Bühne sprechen: was machen wir eigentlich, wenn uns wegen des Schwachkopfs der Ball kaputtgeht?
Niemand antwortete. Der General kratzte sich im behaarten Nacken.
Die beiden Sanitäter am Waldrand aßen Brot und sahen in den Wald. Sie wollten sich Mehos Spur so genau wie möglich einprägen, damit sie ihr folgen und sofort eingreifen konnten, falls er in die Luft flog.
Meho flog nicht in die Luft, er kackte sich nur die Hose voll, das kann man auswaschen. Die Seinen und auch einige Serben jubelten ihm zu, als er mit dem Ball unter dem Arm und dem Kopf auf den Schultern auf die Lichtung stolzierte, als hätte er gerade in der Nachspielzeit des Finalspiels gegen mindestens Brasilien das Eins-null geschossen und würde sich auf den Weg zu den Stehplätzen machen, um sich feiern zu lassen. Aus der Nähe sah sein Stolz mehr nach Zorn aus, aus der Nähe zitterte der Arm mit dem Ball, aus der Nähe hatte Meho ein graues Gesicht, eine dicke, blaue Ader mitten auf der Stirn und roch ganz schön streng. Aus der Nähe sagte er: hier der Ball, alles klar, geht gleich weiter, ich müsste mich mal umziehen, aber ich hab nichts mehr. Und zu Marko: komm her, Trikottausch Schusssicher gegen Roter Stern, und weißt du, es ist mir egal, woher meine Mannschaft kommt, die Jungs spielen doch nur Fußball. Als ich so groß war - Meho zeigte in Höhe seiner Hüfte -, waren sie meine Helden. Das Finale gegen Marseille einundneunzig! Dieser Sieg! Dieses Elfmeterschießen! Es ist mir auch egal, ob du Serbe bist. Solang du nicht auf mich schießt oder mit meiner Frau schläfst, ist mir alles egal.
Meho streifte sich sein Trikot über und stakste zurück zum Graben, der bis auf den dicken, in der Sonne dösenden Funker Sejo und drei Verwundete, die Domino spielten, gänzlich leer war. Mein Gott, wie viel Mist hier herumliegt! Es müsste mal ordentlich aufgeräumt werden, wie leben wir hier überhaupt? Er zog die Augenbrauen zusammen und sah sich im zugemüllten Graben um, als würde er ihn zum ersten Mal betreten. Direkt vor ihm lag eine leere Konserve Wurstaufschnitt, sie war so sauber geleckt, dass sich keine einzige Fliege für sie interessierte. Er lupfte sie aus dem Graben. Mit Wasser aus einem weißen Plastikkanister wusch er sich ausführlich, spülte seinen Arsch aus und schrubbte mit dem sauberen Hosenbein die Innenseite seines Oberschenkels ab.
Und wie ich da so ein bisschen o-beinig in diesem Abfalleimer von einem Schützengraben stand, mein Cora, hinter Gottes verpilzten Füßen, mein armer Cora, und wie ich da so Wasser über meine Finger goss, dachte ich mir die ganze Zeit: ja nicht zu viel Wasser verschwenden, Meho, nimm Gras und Blätter, wenns sein muss, und wie ich dann auch noch so bräunliche Tropfen zwischen den Härchen abwischen musste, ehrlich, da musste ich plötzlich so heftig flennen, ich musste so heftig flennen, mein guter Cora, ich hab geglaubt, die Tränen fließen mir nicht nach unten über die Wangen, sondern schießen glatt nach vorne durch die Augen ab, ehrlich. Ich sag dir, mein Cora, ein Scheißtag, und ich hoffe, du verstehst, wenn ich mir jetzt deine Hose leihe, keine Angst, ist nicht kalt bei uns hier draußen, die Sonne scheint, sie hat mir imWald genau gezeigt, wo ich auftreten darf, ehrlich, mit den Strahlen aufm Boden! Nackt kann ich die Tschetniks jedenfalls nicht schlagen, wir liegen Zwei-null hinten, ich sag ja, ein Scheißtag, Cora, aber wem sag ich das? Meho strich dem Toten übers Haar und knöpfte ihm die Tarnhose auf, nur für das Spiel, Cora, sagte er, du kriegst sie danach zurück, Pionierehrenwort!
Die etwa fünfzig Meter bis zum Spielfeld überquerte Meho im Laufschritt. Die letzten zehn brauchte er, um zu begreifen, dass sein Scheißtag noch lang nicht zu Ende war. Seine Einheit war in Höhe des Tannentors aufgereiht, manche hielten die Hände am Hinterkopf. Im Halbkreis vor ihnen standen an die zehn Serben mit Maschinengewehren im Anschlag, andere rannten kreuz und quer über die Lichtung und sammelten die restlichen Waffen zusammen. Von niemandem beachtet, lag der Ball abseits, sah dort, in höherem Gras, eher aus wie ein Stein. Meho blinzelte, bewegte lautlos die Lippen. General Mikado deutete eine Umarmung an. Aah, rief er, das war doch mal ein Parfüm, das zu einem Moslem passt!
Während Meho nach Waffen durchsucht, dann - das Gewehr im Rücken - zu den anderen getrieben wurde, war in der Ferne die Artillerie zu hören. Einzelne Gewehrsalven, durch Weite und durch Sonne weich gefiltert, matt und ein bisschen müde. Der dicke Sejo, der Funker der Territorialen, wälzte sich mit einem panischen Gesichtsausdruck auf den Grabenrand, doch bevor er verkünden konnte, was inzwischen jeder aus den Kampfgeräuschen gehört und verstanden hatte, dass die Waffenruhe nämlich vorbei war, feuerte der serbische Torwart mehrere Schüsse auf ihn ab. Sejo knickte ein, erst auf ein Knie, dann seitlich weg, und blieb absonderlich verrenkt liegen, das Knie weiterhin gegen den Boden.
Du verficktes Schwein!, schrie Dino Zoff in die ersten Schüsse, löste sich aus dem Haufen der Gefangenen und hob beschwörend die Hände mit den Torwarthandschuhen, wir ergeben uns doch, wir wehren uns nicht, wir wehren uns &Weiter kam er nicht, General Mikado holte ihn ein und drückte ihm die Pistole erst an den Hinterkopf, dann, indem er ihn zu Boden stieß, seitlich an den Hals.
Ich sehe das anders, Affe! Spucke benetzte Dino ZoffsWange und Mund. Ich sehe, dass ihr euch ganz erbittert wehrt, ich sehe, dass ihr bis zum letzten Mann kämpft! Leider, leider sehe ich aber keinen Mudschaheddin, der überleben wird, um von der glorreichen letzten Schlacht zu erzählen. General Mikado schob Dino von sich und zielte jetzt mit der Pistole auf seine Brust. Seine Soldaten hatten sich ein dreißigköpfiges Erschießungskommando vor die Gefangenen in Position gebracht.
In Ordnung! Dino riss den Arm über den Kopf, in Ordnung, dann kämpfen wir eben, lass uns weiterspielen!
Was? General Mikado verzog angewidert das Gesicht.
Du willst Unbewaffnete abknallen? Gut, ich trau dir Schlimmeres zu, weiß gar nicht, wie ich meine Jungs zurückgehalten hätte, wenn wir schneller an den Waffen gewesen wären. Aber das Spiel ist noch nicht zu Ende! In Dinos Mund sammelte sich Spucke. Eine Halbzeit haben wir noch! Bist du Fußballer genug, kicken wir weiter. Und falls wir das Spiel noch drehen und du dann auch noch Mann genug bist, wird hier niemand hingerichtet, niemand! Gewinnt ihr ..., er blickte sich nach seinen Leuten um und richtete sich auf, dann bleibst du halt dein Leben lang ein verfickter, jämmerlicher Mörder!
Und Dino Safirovic, den man aus der Schule geschmissen hat, weil Latein und die klassischen Lehren zwar für die Erziehung junger Menschen ganz wesentlich sind, Saufen dagegen nicht zog die Handschuhe fester über die Finger. Und Dino SafiroviC, der Cicero-Liebhaber, der sich freiwillig gemeldet hatte, weil er dachte, dass es an der Front weniger Alkohol gab, und er unbedingt mit dem Trinken aufhören wollte, klatschte in die Hände, dass Staub sprühte. Und Dino SafiroviC, genannt Dino Zoff, die Katze vom Trebevic, sah General Mikado in die Augen und fauchte: komm schon, Mann, komm schon!
Das Zwei-eins köpfte Kiko in der vierten Minute der zweiten Halbzeit, im selben Augenblick, als es im Tal eine größere Explosion gab. Das zweite Zwei-eins köpfte er fünf Minuten später, und auch dieses wurde wegen angeblichen Abseits aberkannt. Diese meine Stirn, klopfte sich Kiko gegen den Hinterkopf, war nicht im Abseits.
Doch es half nichts. General Mikado hatte Dino Zoffs Herausforderung belustigt angenommen, unter der Bedingung, dass er selbst nicht nur mitmachte, sondern das Spiel als Schiedsrichter leitete. Gelbe Karten habe ich keine da, sagte der General, fürs Meckern gibts ne Kugel.
Dem Drei-null für seine Mannschaft war ein klares Torwartfoul vorausgegangen. Dino Zoff wurde bei einer Flanke unterlaufen und stürzte zu Boden, überhaupt gingen die Serben so entschlossen und mit so einer Härte vor, als würde ihr Leben und nicht das ihrer Gegner von dem Spielergebnis abhängen.
Beim Drei-eins zog Kozica ansatzlos aus der zweiten Reihe ab, und der Ball rauschte ins Tor. Eine Minute später wurde Kozica mit einer Platzwunde an der Stirn vom Platz getragen, nachdem ein Aus-Linien-Soldat ihn erst von den Beinen geholt, dann mit dem Gewehrkolben niedergeschlagen hatte. Über die Außen griffen die Territorialen danach nicht mehr an.
Teil 3
Informationen zum Buch und Autor hier
Archiv: Vorgeblättert
Francois Walter: Katastrophen
15.03.2010. Für die Natur gibt es keine Katastrophen, nur für die Menschheit. Der Schweizer Historiker Francois Walter hat eine Kulturgeschichte ihrer Bewältigung geschrieben und der Sinnsuche des Menschen: Strafe Gottes, Prüfung der Gottesfürchtigen sowie Ansporn zu neuen technischen Entwicklungen. Hier eine Leseprobe aus "Katastrophen". Mehr lesen
Betina Gonzalez: Nach allen Regeln der Kunst
11.03.2010. Im Erstlingsroman der Argentinierin Betina Gonzalez begibt sich eine Tochter auf die Suche nach den Spuren ihres Vaters, eines mittelmäßigen Bildhauers, und nimmt Kontakt mit seinen Geliebten auf. Hier eine Leseprobe aus "Nach allen Regeln der Kunst". Mehr lesen
Necla Kelek: Himmelsreise
08.03.2010. Passend zum 8. März: Necla Kelek kämpft in ihrem neuen Buch für eine aufgeklärte Lesart des Koran, informiert über Entstehung und Hintergründe und stellt fest: Auf den Koran kann sich nicht berufen, wer für Kopftuch und fünf Pflichtgebete am Tag plädiert. Lesen Sie hier ein Kapitel aus "Himmelsreise". Mehr lesen
Yasmina Khadra: Die Schuld des Tages an die Nacht
04.03.2010. Younes wird zu Jonas, als er als Kind von seinem arabischen Onkel und dessen französischer Frau in Oran angenommen wird. In seinem Leben und einer unmöglichen Liebe spiegelt sich die Spannung zwischen Orient und Okzident. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman des algerischen Autors Yasmina Khadra "Die Schuld des Tages an die Nacht". Mehr lesen
Georg Klein: Roman unserer Kindheit
01.03.2010. Neubaublöcke, amerikanische Kasernen, Laubenkolonien: In den frühen sechziger Jahren der Bundesrepublik verbringen die Kinder in Georg Kleins "Roman unserer Kindheit" ihre Sommerferien und begegnen bedrohlichen Gestalten: dem Mann ohne Gesicht, dem Fehlharmoniker, dem mysteriösen Kommandant Silber, dem tauben Sittichzüchter... Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Eva Züchner: Der verschwundene Journalist
25.02.2010. Mit der Biografie ihres 1945 verschwundenen Vaters erzählt Eva Züchner auch eine Geschichte des Journalismus im Dritten Reich. Volontariat, Reichspresseschule und Propagandaministerium waren die Stationen des Gerhart Weise, der, ohne Parteimitglied gewesen zu sein, einen klassischen Schreibtischtäter abgab. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der verschwundene Journalist". Mehr lesen
Michael Hardt, Antonio Negri: Common Wealth
22.02.2010. Zeit für ein bisschen Kapitalismuskritik: Die beiden Autoren Michael Hardt und Antonio Negri entwerfen in ihrem neuen Buch ein globales Gesellschaftssystem, in dem natürliche Ressourcen, aber auch Wissen und Information zum gemeinsamen und geteilten Gut werden. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Common Wealth".
Mehr lesen
Tidiane N'Diaye: Der verschleierte Völkermord
15.02.2010. Der senegalesische Anthropologe Tidiane N'Diaye beschreibt in "Der verschleierte Völkermord" die Versklavung der Schwarzafrikaner durch muslimische Eroberer, beginnend im 7. Jahrhundert. Der Autor schätzt die Zahl der Toten des arabischen Sklavenhandels auf mindestens 17 Millionen. In Darfur währt dieser Horror bis heute. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Der verschleierte Völkermord".
Mehr lesen
Christopher Isherwood: Löwen und Schatten
08.02.2010. Großartig erzählt Christopher Isherwood in "Löwen und Schatten" von seiner Schul- und Studienzeit in London und Cambridge in den zwanziger Jahren, von seinen ersten Schreibversuchen und seinen ersten Freunden und Liebhabern. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen
Miljenko Jergovic: Freelander
01.02.2010. Karlo Adum heißt der Held in Miljenko Jergovics neuem Roman "Freelander". Er ist ein pensionierter Lehrer und begibt sich eher widerwillig auf eine Irrfahrt durch Kroatien nach Bosnien und Herzegowina. Zu einer Testamentseröffnung. Lesen Sie hier einen Auszug.
Mehr lesen
Alain Mabanckou: Black Bazar
25.01.2010. Alain Mabanckou erzählt in seinem Roman "Black Bazar" sehr selbstironisch von den Träumen afrikanischer Männer, die in Paris ihr Glück suchen. Und hin und wieder auch einen Rückschlag verschmerzen müssen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Aatish Taseer: Terra Islamica
18.01.2010. Was bedeutet es Muslim zu sein? Die Reise des indisch-britischen Journalisten Aatish Taseer durch islamische Länder nach Pakistan zu seinem muslimischen Vater ist auch die Suche nach seiner Identiät. Lesen Sie hier einen Auszug aus seiner Reportage "Terra Islamica". Mehr lesen
Kristof Magnusson: Das war ich nicht
04.01.2010. Der zweite Roman von Kristof Magnusson ist so vergnüglich zu lesen wie sein erster. "Das war ich nicht" erzählt von einem jungen Banker, einem ausgebrannten Schriftsteller und einer ehrgeizigen Übersetzerin, deren Wege sich kreuzen. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen
Jean-Michel Palmier: Walter Benjamin
23.11.2009. In seiner monumentalen Werkbiografie Walter Benjamins zeichnet der französische Philosoph und Kunsthistoriker Jean-Michel Palmier minutiös Benjamins Denkweg nach. Zu den Grundfiguren seiner Erzählung macht er dabei den Lumpensammler, den Engel und das "bucklicht Männlein". Hier Auszüge aus "Walter Benjamin - Leben und Werk". Mehr lesen
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945
05.10.2009. Hunderttausende sahen zu, als SA und Hiltlerjungen am 9. November 1938 Synagogen abbrannten und die jüdische Bevölkerung terrorisierten. Die Mechanismen des Terrors versteht, wer zeitgenössische Dokumente liest. Ein Auszug aus dem zweiten Band der großen Dokumentation zum Holocaust. Mehr lesen






