Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Vorgeblättert
Leseprobe zum Buch von Sasa Stanisic: Wie der Soldat das Grammofon repariert. Teil 1
04.09.2006.
Seite 236 ff
Was hinter Gottes Füßen gespielt wird, wofür sich Kiko die Zigarette aufhebt, wo Hollywood liegt und wie Mikimaus zu antworten lernt
Um 14.22 Uhr funkten sie den Waffenstillstand in den Schützengraben der Territorialen Verteidigung. Den dritten in diesem Monat. Um 14.28 Uhr schoss vom nördlichen Waldrand, aus dem serbischen Graben, der Ball im hohen Bogen auf die Lichtung, die auf etwa zweihundert Metern die Stellungen trennte, setzte zwei Mal auf und rollte zu den beiden zusammengeschossenen Tannen, die schon in den letzten Kriegsauszeiten als Pfosten gedient hatten.
Der Befehlshabende der Territorialen, Dino SafiroviC, genannt Dino Zoff, hechtete aus dem Stand auf den Grabenrand, formte mit den Händen einen Trichter um seinen Mund und streckte den Oberkörper nach hinten, als er auf die andere Seite rief, was ist, Tschetniks, wollt ihr wieder auf die Fresse? Er langte sich in den Schritt und schob die Hüfte vor und zurück, vor und zurück, lief dann einige Meter in Richtung Ball, zu der Stelle, wo Cora ausgestreckt lag mit einem Riesenloch im Kopf.
Wir haben eure Mütter schon zwei Mal arschgefickt, Mudschaheddiner Fotzen, tönte eine heisere Stimme aus dem serbischen Graben, während sich Kiko, Kiko - die Neun, Kiko - das Kopfballungeheuer, Kiko - die Eisenstirn von der weichen Drina - zu Dino Zoff gesellte, Cora an den Knöcheln fasste und hinter sich zum Graben schleifte. Er deckte ihn mit seinem Mantel zu und strich die blutigen Strähnen aus seiner Stirn, schau mal wie du aussiehst, mein Cora, flüsterte er, Gras und Erde überall.
Neben ihm schnalzte Meho mit der Zunge, kramte aus dem Ranzen das rot-weiße Trikot von Roter Stern und streifte es über seine Weste. Umständlich leerte er die Taschen: ein Schweizer-Messer, ein Feuerzeug, zwei Handgranaten, eine angebrochene KonserveWurstaufstrich. Das Foto von Audrey Hepburn küsste er mehrmals verzückt und steckte es wieder ein. Auf Dino Zoffs fragenden Blick grinste er, sagte: jedem seinen Talisman, hast du gewusst, dass Maradona seine Unterhose ..., da bemerkte er Kiko und den toten Cora und hielt inne. Er hätte nicht rausgehen dürfen, egal wie dunkel ..., setzte Meho an, entschuldigend und anklagend zugleich, begegnete aber Kikos Blick, seufzte und schob ihm eine Schachtel Drina unter die Nase. Jeder im Trupp wusste, dass Meho noch Kippen besaß, es wurde gemunkelt, die Schachtel sei sogar halb voll. Kiko nahm sich die vorletzte. Er lenkte sie waagrecht an die Oberlippe und sog ihren Duft auf.
Mirabellen, murmelte er und schloss die Augen, Hanifas Hals, wenn sie mich nach dem Training abgeholt hat, Kaffee, der richtige, türkische. Siehst du, mein Cora, du gehst drauf und ich krieg ne Kippe. Mit den Fingerspitzen streifte Kiko über Coras Augenlider und steckte sich die Zigarette hinters Ohr. Für nach dem Spiel, sprach er mit gesenktem Kopf.
Fünf-zwei und Zwei-eins hatten die Serben die letzten beiden Waffenruhen für sich entschieden. Ein gewisser Milan Jevric, genannt Mikimaus, machte im ersten Spiel drei der fünf Tore. Mikimaus war ein zwanzigjähriger Bauernbursche, der auf Zweimetersechs hundert Kilo wog, allein geschätzte dreißig in diesem Felsmassiv von einem Kopf, das er mitsamt Nasenvorsprung und zwei-drei dünnen Haarbüscheln auf seinem Ochsennacken trug. Eigentlich ein Innenverteidiger, überraschte er mit seiner Schusskraft sich selbst am meisten, als er zu Beginn der zweiten Halbzeit vorstürmte, aus dreißig Metern draufhielt und Dino Zoff geradewegs ins Gesicht traf. Erst als Marko, einer der beiden serbischen Stürmer, Dino einen Schnaps unter die Nase hielt, kam der wieder zu sich, sprach aber in den nächsten zwei Stunden nur noch fehlerloses Latein und gab einige Weisheiten von Cicero von sich. Seit diesem Volltreffer spielte Mikimaus im offensiven Mittelfeld und hämmerte aus jeder erdenklichen Lage auf das Leder ein. Wenn er einen seiner Schüsse mit dem rechten Vollspann abfeuerte und der Ball kugelscharf aufs Tor strich, warf sich Dino Zoff jedes Mal nicht furchtlos, aber tapfer in die Flugschneise, blieb danach regelmäßig mit schmerzverzerrtem Gesicht oder benommen liegen. Wahrscheinlich, weil die Brecher von Mikimaus anders nicht zu halten waren, vielleicht aber auch in der Hoffnung auf die Wiederkehr von Markos Schnaps. Mikimaus' Schüsse waren keine Kunstschüsse, sie kamen ohne Effet oder Außenrist aus und überraschten nach dem ersten Mal niemanden mehr. In ihrer Schnörkellosigkeit entsprachen sie Mikimaus' selten geäußerten, geradlinigen Gedanken, sie waren einfache Anstrengungen, für die der große Mann gelobt und gefürchtet wurde und die er daher wie ein Kind mit Begeisterung wiederholte.
Einen einzigen Makel hatte Mikimaus rechtsfüßige Gewalt und den nutzten die Territorialen gnadenlos aus. Nach jedem Schuss entlud der Riese seine ganze Kraft und Freude in einem Schrei, der musikalisch zwischen dem Brunstruf eines Stieres und dem Bremsgeräusch eines Fünfundzwanzigtonners mit Anhänger auf steil abschüssiger Straße lag - Original Monika Selesc!, rief Kozica, der ziegenbärtige Linksaußen der Territorialen, nach einem solchen Aufjauchzen durch Berg und Tal, und prustete los.
Spielt Monika heute wieder mit?, oder: Monika, Monika, spiel an mir Mundharmonika!, frotzelten seitdem Dino Zoffs Männer und stöhnten laut, sobald Mikimaus am Ball war. Und dieses Gebirge von einem Mann, für den es keine passende Uniform gegeben hatte, so dass er seine riesenhaften Latzhosen von Zuhause anbehielt, wurde durch die Sticheleien verunsichert. Im zweiten Spiel dämpfte er seine Schreie, prompt fielen auch seine Weitschüsse zurückhaltender aus und bereiteten Dino Zoff kein Kopfzerbrechen mehr. Wenn ein Gegenspieler in seiner Nähe aufjodelte, zuckte Mikimaus zusammen, der Felsenkopf kippelte auf den vergleichsweise schmächtigen Schultern und die schmale Stirn furchte sich vor Gedanken. Gerne hätte Mikimaus sie geäußert, wenn man ihm nur etwas mehr Zeit gegeben hätte, aber schon verlagerte sich das Spielgeschehen auf die andere Seite und der Spötter fegte davon.
Auch heute johlte Kozica beim Warmmachen auf die serbische Seite: ach, wie schade, dass Fräulein Graf nicht auf den Igman kommen konnte! Sie ist in Wimbledon, lässt aber Monika liebe Grüße ausrichten, das mit dem Nagellack geht klar. Uh, uh, uh, rief Kozica und seine Kameraden fielen mit ein.
Zweimal vierzig Minuten, erste Halbzeit ein Schiedsrichter von den Territorialen, zweite ein Serbe - wenn schon beschissen wurde, dann gleichmäßig verteilt beschissen. Zwischen den Tannenpfosten am südlichen Rand der Lichtung zog Mikimaus ein Seil als Latte fest. Das andere Tor bestand aus Überresten des Zauns, der einen der beiden Karrenwege gesäumt hatte, die sich auf der Lichtung kreuzten. Der Maschendraht zwischen den Zaunlatten wurde gekappt, die Pfosten mit Brettern auf zweieinhalb Meter verlängert. Wer die Wege kontrollierte, kam am Berg schneller voran und musste sich nicht durch dichte und ungenau kartografierte Wälder schlagen, mit mehr Minen als Pilzen in der Erde. Darum ging es hier seit zwei Monaten - um zwei Karrenwege. Einer davon ging weiter unten im Tal in eine asphaltierte Straße über, die nach Sarajevo führte. In ordentlichen Zeiten zogen Fliegen ihre Quadrate über getrockneten Rinderkot, mittlerweile kam kein neuer Kot zum Trocknen hinzu. Die Rinder von den Bauern, die nicht höher ins Gebirge getrieben wurden, hatte man längst erlegt, und die Menschen vergruben ihre Scheiße. Die Fliegen kreisten jetzt über den Leichen, die nicht immer sofort unter die Erde gebracht werden konnten.
Um 16 Uhr trafen die Mannschaften in der ungefähren Mitte des Spielfeldes aufeinander, die restlichen Soldaten ließen sich als lebende Aus-Linien in langen Reihen auf die Wiese nieder.Waffen trug niemand sichtbar, einige Gewehre lehnten gegen Bäume. Die Spieler passten sich den Ball zum Aufwärmen schweigsam zu, die Seitenwahl gewannen die Serben.
Etwas abseits umarmten sich Kiko und Mikimaus. Sie kannten sich aus der Schule, beide waren sie in der achten Klasse zweimal sitzen geblieben, das war ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher war es, dass jemand auch noch zweimal die erste Klasse wiederholen musste, die vierte und die sechste. Einmal, mitten in einer Matheklausur, fragte der Junge mit dem immer offenem Mund, wie man eigentlich lernte. Bei den Mitschülern galt er als stiller, gutmütiger Koloss, der auf die Frage, wann Kolumbus Amerika entdeckt hatte, aus dem Fenster sah und "Kartoffelkäfer" antwortete. Der knapp siebzehnjährige Kiko dagegen zählte zu den besten Fußballtalenten des Landes. Während er von den Vereinen der ersten Liga umworben wurde, schuftete Mikimaus Tag und Nacht auf dem Bauernhof seiner Eltern, und nichts deutete darauf hin, dass bessere Tage und bessere Nächte kommen würden.
Und sie kamen doch - mit dem Krieg. Mikimaus fragte: wo ist der Krieg?, seine Mutter antwortete: Gott sei Dank noch weit weg, er fragte: gut, für wen sind wir?, sein Vater gab zurück: du bist Serbe. Am nächsten Tag stand Mikimaus mit einem Rucksack in der Tür, der auf seinem weiten Rücken wie ein Kosmetiktäschchen aussah. Er sagte zu seinem Vater, zu den zehn Spiegeleiern vor seinem Vater, zur hellblau befliesten Küche, zur gekerbten Tischplatte aus Kirschholz, zum staubigen Hof, zum Mistgestank aus dem Stall, zum Pflug, der ihm den Rücken so endlos mit Muskeln durchzogen hatte, zu den zahllosen Maissäcken, in die er Nacht um Nacht mit vollerWucht trat, ausWut über den Vater, über Vaters zehn Spiegeleier jeden Morgen, über die Tischplatte, in die er seinen Namen eingeritzt hatte, als er einmal zweiWochen unter dem Tisch hatte schlafen müssen, über den Hof, wo ihn sein Vater in den Staub warf und mit Füßen nach ihm trat, über den Mist, in dem er sein ganzes Leben watete, über den Pflug, weil er kein Ochse war: Auf Wiedersehen, ich bin jetzt weit weg, ich bin im Krieg.
Mikimaus' Vater kaute zu Ende, trank seinen Blumenkohlsaft aus und wischte sich mit dem Geschirrtuch über den Mund. Er schob den Stuhl nach hinten, erstarrte aber in der festen Stimme seines Sohnes, der sagte: stehst du auf, machst du einen Schritt, dreh ich dir den Hals um wie einem Huhn, ich bin jetzt weit weg. Fünf Tage wanderte Mikimaus, fragte sich durch, sagte so oft, er sei Serbe, bis man ihm ein Gewehr gab. Kann ich schießen gehen?, wollte er wissen, und lernte, wie man lud und entsicherte. Er wurde auf den Igman geschickt, wo die serbischen Truppen die Belagerung von Sarajevo vorbereiteten. Mikimaus klagte nie. Er fand sie besser als das Zuhause, die abgelegenen Orte, über die seine Kameraden sagten, Gott habe sie längst verlassen und vergessen, und so ein Gott dreht sich nicht noch mal um. Sie sagten: hinter Gottes Füßen.
Der Spitzname machte Mikimaus nichts aus. Ich mag auch die Ente und den Hund, sagte er, Pluto ist halt ein bisschen tollpatschig. In der Schule hatte er noch nicht Mikimaus geheißen, und Kiko nannte ihn heute noch Milan.
Milan, sagte Kiko und legte Mikimaus die Hand auf den Oberarm, ihr habt heute Nacht Cora weggefickt.
Mikimaus hob die Augenbrauen, zog den Kopf ein und holte Luft für eine Antwort. Sein Gesicht verlor jegliche Symmetrie, blass und mit den Aknenarben sah es aus wie unbehauener Stein. Kiko wartete auf eine Antwort, aber Mikimaus atmete bloß aus und schloss seinen pausenlos geöffneten Mund. Presste die Lippen zusammen wie andere den Blick senken.
Ein schriller Pfiff signalisierte das Ende des Aufwärmens.
Mikimaus nahm Kikos Hand von seinem Arm. Kiko, die haben gesagt: Mikimaus, du spielst wieder hinten.
Dass er der Einzige gewesen war, der in dieser Nacht geschossen hatte, sagte Mikimaus nicht. Aus dem Wald flog ein schwerer Vogel auf, und der große Mann lief zurück in die Abwehr.
Gavro, der serbische Spielmacher, ein schwarzhaariger Lockenkopf mit einem tätowierten Raben an der Schulter, pfiff dem Vogel spitz hinterher. Gavro pfiff nur dann nicht und summte kein Liedchen, wenn er sprach oder aß. Sogar im Schlaf schnarchte er unter seinem Schnurrbart ein klangvolles "An der schönen, blauen Donau". Der Vogel überflog die Lichtung und segelte im Süden talwärts hinter die Bäume. Gavro schnappte sich den Ball und ging zum Schiri, der wie gebannt auf seine Uhr starrte.
Fick die Sonne, Mann, wartest du auf ein Zeichen Allahs? Ist nicht so, dass wir Zeit haben, Mann!
Teil 2
Informationen zum Buch und Autor hier
Archiv: Vorgeblättert
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012. Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen
Hanna Krall: Rosa Straußenfedern
30.01.2012. Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen
Peter Nadas: Parallelgeschichten
26.01.2012. Peter Nadas erzählt die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft sind. Meilensteine in diesem gewaltigen Epos sind die ungarische Revolution 1956, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 sowie die dreißiger Jahre in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Nadas' Roman "Parallelgeschichten". Mehr lesen
Tom Bullough: Die Mechanik des Himmels
23.01.2012. Konstantin Ziolkowski, der Pionier der russischen Raumfahrt, ist das Vorbild für den kleinen, begabten Kostja in Tom Bulloughs Roman "Die Mechanik des Himmels". Arm und fast taub geht Kostja zum Studium nach Moskau und entwickelt dort am Ende des 19. Jahrhunderts visionäre Ideen von einer modernen Kosmonautik. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman. Mehr lesen
Miklos Banffy: Die Schrift in Flammen
19.01.2012. Von der untergehenden Welt der österreichisch-ungarischen Monarchie zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt der ungarische Adelige, Schriftsteller und zeitweise auch Außenminister Ungarns Miklos Banffy in seiner Trilogie "Siebenbürger Geschichte". Lesen Sie hier den Anfang des ersten Bandes "Die Schrift in Flammen".
Mehr lesen
Katie Arnold-Ratliff: Was uns bleibt
16.01.2012. Der Selbstmord einer jungen Frau bringt den Lehrer Francis aus dem Gleichgewicht, er glaubt, dass die Leiche, die seine Schüler am Strand finden, Nora ist, seine erste Liebe. Eine Reise in die Vergangenheit beginnt, der er sich stellen muss. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Was uns bleibt", dem Erstlingsroman der Amerikanerin Katie Arnold-Ratliff. Mehr lesen
Sonja Margolina: Brandgeruch
24.10.2011. Sowjetunion, DDR, Perestroika, KGB, geheime Dienste jeglicher Couleur, Kirchen, Künstler, Journalisten, der kapitalistische Westen sind Themen in Sonja Margolinas Roman "Brandgeruch" über den Geheimdienstagenten Nikolaj Gribojedow. Lesen Sie hier den Anfang. Mehr lesen
Rodney Bolt: Lorenzo Da Ponte
10.10.2011. Venedig, Wien, London, New York waren die Lebensorte von Lorenzo da Ponte, als Globalisierung noch kein Thema war. Er war Lehrer, Mozarts Librettist, Tabak-, Buch- und Gemüseverkäufer, Jude und katholischer Geistlicher, hatte Frau und Kinder und stand stets vor dem finanziellen Ruin in Zeiten großer Umbrüche. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Biografie von Rodney Bolt. Mehr lesen
Edith Wharton: Ein altes Haus am Hudson River
06.10.2011. Vance Weston heißt der junge Held im Roman "Ein altes Haus am Hudson River" der amerikanischen Schriftstellerin Edith Wharton (1862 - 1937). Seine Träume vom Künstlerdasein führen ihn von der behüteten amerikanischen Provinz in das New York der zwanziger Jahre. Lesen Sie hier einen Auszug der deutschen Erstübersetzung. Mehr lesen
Katharina Hacker: Eine Dorfgeschichte
26.09.2011. Der Odenwald ist der Schauplatz von Katharina Hackers Erzählung "Eine Dorfgeschichte" aus der Zeit nach dem Krieg. Geheimnisse und Ängste trotzen der Sommerkindheitsidylle, wenn die Dorfbewohner und die Großeltern ihre Geschichten erzählen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Christopher Hitchens: The Hitch
19.09.2011. In seiner Autobiografie erzählt Christopher Hitchens, wie aus einem britischen Trotzkisten ein amerikanischer Demokrat wurde und aus einem vehementen Vietnamkriegsgegner ein ebenso vehementer Befürworter des Irakkriegs. Auf den Vorwurf, ein Wendehals zu sein, antwortete er mit John Maynard Keynes: "Wenn sich die Fakten ändern, ändert sich auch meine Meinung - und wie steht's bei Ihnen, Sir?" Lesen Sie hier einen Auszug aus "The Hitch". Mehr lesen
Nellie Bly: Zehn Tage im Irrenhaus
12.09.2011. Nellie Bly war eine Pionierin des investigativen Journalismus und begab sich undercover 1887 in die Frauenpsychiatrie auf Blackwell's Island in New York. Wie sie das bewerkstelligte und was sie dort erlebte, können Sie in ihrem Bericht "Zehn Tage im Irrenhaus" lesen. Hier ein Auszug. Mehr lesen
Andrzej Stasiuk: Hinter der Blechwand
05.09.2011. Wladek und Pawel fahren durch die einsamsten Gegenden Südosteuropas, immer auf der Suche nach einem geglückten Geschäft. Doch auf den Second-Hand-Märkten und Basaren sind nicht die konkurrierenden chinesischen Händler die wahre Gefahr, sondern Menschenhändler. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Hinter der Blechwand" des polnischen Schriftstellers Andrzej Stasiuk. Mehr lesen
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Bd. 7
29.08.2011. Der siebte Band der großen Dokumentation zeigt, wie sich mit dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 der antijüdische Terror zum systematischen Völkermord ausweitetete. Lesen Sie hier Dokumente über die Verfolgung der Juden im Baltikum und in Rumänien sowie über das Massaker von Babij Jar, mit dem vor siebzig Jahren der Holocaust seinen Anfang nahm. Mehr lesen
Wolfgang Hädecke: Novalis
25.08.2011. Wenn man wie Novalis mit 30 Jahren stirbt, muss man sich mit allem im Leben beeilen: mit dem Studium, mit der Kunst, mit der Liebe, mit der Philosophie, mit revolutionären Ideen ... Lesen Sie hier einen Auszug aus der Biografie Friedrich von Hardenbergs, geschrieben von Wolfgang Hädecke. Mehr lesen







