Bücher der Saison
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Vorgeblättert
Edith Templeton: Gordon
Ausgewählte Leseproben.
26.01.2004. "Er legte mich hin; eine harte Kante schnitt mir in die Kniekehlen, während meine Füße noch immer den Boden berührten, und sobald ich vollkommen ausgestreckt war, war er in mir. Das Ganze hatte vielleicht vier Sekunden in Anspruch genommen. Es geschah rasch und beiläufig und mühelos und wirkte gleichzeitig schier unmöglich, wie jede virtuose Leistung." Ab heute präsentieren wir Auszüge aus Neuerscheinungen des Frühjahrsprogramms der Verlage. Den Auftakt macht Edith Templetons wiederentdeckter Roman "Gordon".
Edith Templeton: "Gordon"
Roman
Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini
Claassen Verlag, München 2004
292 Seiten, gebunden, Euro 21,-
Erscheint am 18. Februar 2004
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Klappentext:
Als die achtundzwanzigjährige Louisa in einem Pub im London der Nachkriegszeit einen gut aussehenden Fremden trifft, ahnt sie nicht, wie sehr sie ihm verfallen - und welche dunklen Triebe er in ihr wecken wird. Mit seinem schwarzen Haar und blassen Gesicht zieht Richard Gordon sie magnetisch an. Von Beruf Psychiater, legt er schon bald die unheimliche Fähigkeit an den Tag, Louises innerste Wünsche und Gedanken zu lesen. Binnen einer Stunde hat er sie auf der Gartenbank seines Hauses verführt - und damit eine Macht über sie etabliert, der sie nur zu willig folgt.
"Gordon" ist die Wiederentdeckung eines in den späten sechziger Jahren in England und Deutschland unter Pseudonym veröffentlichten und kurz darauf wegen Anstößigkeit verbotenen Romans, der bei der berühmten Olympia Press in Paris neben literarischen Klassikern der Erotik wie "Lolita" oder "Die Geschichte der O." eine Wiederauferstehung feierte, bevor er für Jahrzehnte in Vergessenheit geriet.
Zur Autorin:
Edith Templeton wurde unter dem Namen Edith Pole 1916 in Prag geboren und verbrachte einen Großteil ihrer Kindheit in einem böhmischen Schloss. Sie wurde in einem französischen Mädchengymnasium in Prag erzogen und verließ 1938 die Stadt, um einen Engländer zu heiraten. In Großbritannien arbeitete sie im Büro des Generalarztes der US-Army in Cheltenham und anschließend für die britische Armee als Konferenzdolmetscherin im Range eines Captains. Ihre Kurzgeschichten begannen in den fünfziger Jahren im New Yorker zu erscheinen, und im Laufe der Jahrzehnte veröffentlichte sie mehrere Romane sowie ein erfolgreiches Reisebuch, The Surprise of Cremona (deutsch: Italienisches Capriccio; nicht mehr lieferbar). Edith Templeton verließ 1956 England, um mit ihrem zweiten Ehemann, einem bedeutenden Kardiologen, der u.a. Leibarzt des Königs von Nepal war, nach Indien zu ziehen, wo sie Bekanntschaft mit Nehru und dem Dalai Lama machte. Später hat sie in verschiedenen Teilen Europas gelebt und wohnt jetzt in Bordighera, an der ligurischen Küste Italiens.
Leseprobe
Archiv: Vorgeblättert
Christopher Isherwood: Löwen und Schatten
08.02.2010. Großartig erzählt Christopher Isherwood in "Löwen und Schatten" von seiner Schul- und Studienzeit in London und Cambridge in den zwanziger Jahren, von seinen ersten Schreibversuchen und seinen ersten Freunden und Liebhabern. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen
Miljenko Jergovic: Freelander
01.02.2010. Karlo Adum heißt der Held in Miljenko Jergovics neuem Roman "Freelander". Er ist ein pensionierter Lehrer und begibt sich eher widerwillig auf eine Irrfahrt durch Kroatien nach Bosnien und Herzegowina. Zu einer Testamentseröffnung. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Alain Mabanckou: Black Bazar
25.01.2010. Alain Mabanckou erzählt in seinem Roman "Black Bazar" sehr selbstironisch von den Träumen afrikanischer Männer, die in Paris ihr Glück suchen. Und hin und wieder auch einen Rückschlag verschmerzen müssen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Aatish Taseer: Terra Islamica
18.01.2010. Was bedeutet es Muslim zu sein? Die Reise des indisch-britischen Journalisten Aatish Taseer durch islamische Länder nach Pakistan zu seinem muslimischen Vater ist auch die Suche nach seiner Identiät. Lesen Sie hier einen Auszug aus seiner Reportage "Terra Islamica". Mehr lesen
Kristof Magnusson: Das war ich nicht
04.01.2010. Der zweite Roman von Kristof Magnusson ist so vergnüglich zu lesen wie sein erster. "Das war ich nicht" erzählt von einem jungen Banker, einem ausgebrannten Schriftsteller und einer ehrgeizigen Übersetzerin, deren Wege sich kreuzen. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen
Jean-Michel Palmier: Walter Benjamin
23.11.2009. In seiner monumentalen Werkbiografie Walter Benjamins zeichnet der französische Philosoph und Kunsthistoriker Jean-Michel Palmier minutiös Benjamins Denkweg nach. Zu den Grundfiguren seiner Erzählung macht er dabei den Lumpensammler, den Engel und das "bucklicht Männlein". Hier Auszüge aus "Walter Benjamin - Leben und Werk". Mehr lesen
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945
05.10.2009. Hunderttausende sahen zu, als SA und Hiltlerjungen am 9. November 1938 Synagogen abbrannten und die jüdische Bevölkerung terrorisierten. Die Mechanismen des Terrors versteht, wer zeitgenössische Dokumente liest. Ein Auszug aus dem zweiten Band der großen Dokumentation zum Holocaust. Mehr lesen
ZZ Packer: Kaffee trinken anderswo
28.09.2009. ZZ Packer beherrscht das Geschichtenerzählen. Die Protagonisten ihrer Kurzgeschichten in "Kaffee trinken anderswo" sind junge Afro-Amerikaner, die sich mit ihrer Identität auseinandersetzen müssen. Zum Beispiel Spurgeon, ein Teenager, der eigentlich zu seinem Debattierclub möchte und statt dessen seinen gerade aus dem Knast entlassenen Vater durch die Gegend kutschieren muss. Lesen Sie hier einen Auszug aus der Geschichte "Die Ameise des Ichs". Mehr lesen
Reinhard Mehring: Carl Schmitt. Aufstieg und Fall. Eine Biografie
14.09.2009. Kein anderer Rechtstheoretiker prägte wie Carl Schmitt das 20. Jahrhundert. Seine Legitimation der Diktatur und sein Antisemitismus führten zu seinem Aufstieg in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus. Linke wie Rechte lassen sich von Schmitt bis heute verführen. Reinhard Mehring legt eine umfassende Biografie vor: Carl Schmitt - Aufstieg und Fall. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Martha Gellhorn: Ausgewählte Briefe
07.09.2009. Martha Gellhorn war die Kriegsreporterin des 20. Jahrhunderts, vom Spanischen Bürgerkrieg über den Zweiten Weltkrieg und den Sechs-Tage-Krieg bis zum Vietnamkrieg. Sie war auch eine manische und großartige Briefeschreiberin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Martha Gellhorn: "Ausgewählte Briefe".
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Thomas Metzinger: Der Ego-Tunnel
31.08.2009. Wir stellen uns unser Ich als den innersten Kern unserer selbst vor. In seinem Buch "Der Ego-Tunnel" behauptet der Neuroethiker Thomas Metzinger, dass dieses Selbst gar nicht existiert. Das Gehirn erzeuge ein rein virtuelles Selbst in einer virtuellen Realität. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Nir Baram: Der Wiederträumer
24.08.2009. Joel entdeckt als Kind, dass er eine besondere Gabe besitzt: Er kann die Träume anderer mitträumen und sie ihnen wiedergeben. Jahre später erzählt er seiner Frau davon... Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Roman "Der Wiederträumer" des israelischen Autors Nir Baram. Mehr lesen
Siegfried Jägendorf: Das Wunder von Moghilev
20.08.2009. Siegfried Jägendorf gehörte zu mehr als Hunderttausend rumänischen Juden, die von den Nazis nach Transnistrien deportiert wurden. In seinem Buch "Das Wunder von Moghilev" berichtet er, wie es ihm gelang, im Ghetto von Moghilev über zehntausend Juden vor der Vernichtung zu bewahren. Lesen Sie hier einen Auszug.
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Ben Hecht: Von Chicago nach Hollywood
17.08.2009. Ben Hecht lernte das Metier des Krawalljournalisten als jugendlicher Fotojäger in Chicagos Unterwelt. Beste Voraussetzungen für eine Karriere in Hollywood also, wo er die Drehbücher für Ernst Lubitsch, Howard Hawks, Alfred Hitchcock und die Marx Brothers schrieb. Lesen Sie hier einen Auszug aus Ben Hechts Erinnerungen "Von Chicago nach Hollywood". Mehr lesen
John Gray: Politik der Apokalypse
13.08.2009. Nichts hat soviel Unglück über die Menschheit gebracht wie der Glaube an eine bessere Welt, meint John Gray. In seinem Buch "Politik der Apokalypse" rechnet der britische Ideengeschichtler mit dem utopischen Denken in Religion und Politik ab und plädiert für eine rigorose Realpolitk. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen






