Bücherschau der Woche
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Georg Picht
Von der Zeit
Klappentext
Georg Picht entwirft eine Geschichte der Vernunft und der Wahrheit im Horizont einer absolut gesetzten Gegenwart. Er gewinnt dem philosophischen Denken die Offenheit der Zeit ab und begründet in diesem Horizont sein Verständnis von Vernunft und von Verantwortung. Alles was ist, befindet sich in der Zeit. Die Welt wird zusammengehalten von der Einheit der Zeit. Diese Einheit kann nicht mehr, wie seit Parmenides im Modus der ewigen Gegenwart, das heißt als Identität gedacht werden. Vielmehr ist für unsere Erfahrung von Zeit die Differenz von Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft konstitutiv. In seinem gesamten philosophischen Werk fragt Georg Picht deshalb in immer neuen Anläufen: Wie können wir wissen, daß wir in der Zeit sind? Wie zeigt sich der Horizont der Zeit?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2000
Dem "metaphysikkritischen Typ zeitphilosophischer Abhandlung" ordnet Günter Figal das Buch von Georg Picht zu, das jetzt die "sorgsam edierte" Studienausgabe seiner Schriften und Vorlesungen abschließt. Siebzehn Jahre nach Pichts Tod liege damit nun ein "beeindruckendes philosophische Lebenswerk" vor, von dem man zu Lebzeiten kaum etwas gewußt habe. Nun hätte man gerne etwas über den Philosophen Picht erfahren. Man erfährt aber nur, wie der Rezensent dessen letztes Buch diskurstechnisch einordnet, das als "Summe seines philosophischen Denkens" geplant war, aber nur ein "gewaltiges Fragment" blieb. Also wird der trotzdem "gut erkennbare Grundriss des geplanten Denkgebäudes" kurz vorgestellt und diskutiert. Dabei findet Figal besonders bewundernswert, wie durchsichtig Picht Kants Denkgebäude gemacht hat.
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