Bücherschau der Woche
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit einer neuen Einleitung herausgegeben und kommentiert von Ludwig Nagl und Kurt R. Fischer. Stanley Cavell ist einer der originellsten und provokantesten Denker der amerikanischen Gegenwartsphilosophie. Davide Sparti umriss sein Denken in der Deutschen Zeitschrift für Philosophie unlängst so: Cavell "setzt sich mit Wittgenstein und Austin (dessen Schüler er ist), mit Descartes, Hume und Kant ebenso sehr wie mit Nietzsche und Heidegger auseinander. Er bespricht Schriftsteller wie Shakespeare und Beckett, Thoreau und Emerson. Er schreibt über die Bedeutung und die Stellung des Skeptizismus in der Philosophie, über Hollywood-Komödien und über die englische Tragödie. Die Überfülle der Themen und das Nebeneinanderstehen werden dem orthodoxen analytischen Philosophen ungewöhnlich, ja suspekt vorkommen."
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.06.2001
Neueres und Älteres zu Psychoanalyse, Kino, Philosophie bespricht Fritz Göttler für uns. Genauer heißt das: Eine Neuauflage von Stanley Cavells Essaysammlung "Nach der Philosophie" (im Akademie Verlag) sowie "Der Analytiker im Kino. Siegfried Bernfeld", herausgegeben von Barbara Eppensteiner und Karl Sierek und erschienen bei Stroemfeld/Nexus.
1) Stanley Cavell: "Nach der Philosophie"
Den Autor nennt Göttler einen von der Psychoanalyse inspirierten Philosophen mit Hang zu Wittgenstein, Hegel und Marx. Das Buch erinnert er als ein "wunderbares, wunderliches" und eine "angenehme Tour in Sprach- und Filmphilosophie", die mit Irritation liebäugelt. Kostprobe: "Wittgenstein und die amerikanische Wiederverheiratungskomödie werden vermittelt durch die populären Kino- und Tubakünstler Frank Capra und Mr. Deeds. Gemeinsam künden sie von der Herrlichkeit und Kraft des Mediums: 'Was der Text kennt, bin ich selbst." Klingt nach moderner Psychoanalyse, ist aber purer Cavell. Meint Göttler.
2) Barbara Eppensteiner, Karl Sierek (Hg.): "Der Analytiker im Kino"
Geschildert werde die Entstehung eines Skripts des Psychoanalytikers Siegfried Bernfelder. Wie Bernfelder "die Mechanismen und Möglichkeiten seines Metiers vorzuführen gedachte, schreibt Göttler, könne in diesem Band nachgelesen werden. Dazu Aufsätze zum historischen Kontext (Stichwort "Raumbühne", Eisensteins Begegnung mit der Psychoanalyse und anderes), "die ganze Erregung des Zwanzigerjahre-Wien". Geschrieben sei das Buch halb im Tonfall freundlicher Aufklärung, halb in expressionistischer Manier. Gut oder nicht so? Göttler schweigt, halb freundlich, halb expressionistisch.
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