Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Brigitte Hamann

Der Erste Weltkrieg

Wahrheit und Lüge in Bildern und Texten

Cover: Der Erste Weltkrieg

Piper Verlag, München - Zürich 2004
ISBN-10 3492045901
ISBN-13 9783492045902
Gebunden, 191 Seiten, 29,90 EUR

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Klappentext

Seit vielen Jahren sammelt die Historikerin Propagandakarten, Sterbebilder, Plakate, Vermisstenlisten, Karikaturen, Kriegsanleihen, Tageszeitungen, Lebensmittelkarten, Kriegstagebücher, Briefe und Fotos. Mit diesen Dokumenten, die sie durch knappe Texte erklärt, zeigt Brigitte Hamann besonders eindrücklich den Alltag des Krieges.

Rezension Perlentaucher

Wer Brigitte Hamanns Bücher über den Kronprinzen Rudolf, die Kaiserin Sissi und den jungen Adolf Hitler gerne oder wie ich voller Bewunderung gelesen hat, der sei vor ihrem jüngsten Buch gewarnt. "Der Erste Weltkrieg - Wahrheit und Lüge in Bildern und Texten" hält nicht, was der Titel verspricht...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.07.2004

Seit längerem lässt sich ein den Ersten Weltkrieg betreffender "Bilderschwund" beobachten, konstatiert Rolf Wörsdorfer. Dies findet er um so bedauerlicher, als dieser Weltkrieg der erste große militärische Konflikt war, "in dem nahezu alles fotografiert wurde". Auch habe der Krieg "Tausenden von mehr oder weniger talentierten Malern" Gelegenheit gegeben, "die dramatischsten Schlachtenszenen als Motiv zu wählen". Brigitte Hamann steuert mit ihrem Buch "Der Erste Weltkrieg. Wahrheit und Lüge in Bildern und Texten" dem fatalen Bilderschwund entgegen. Sie stützt sich, so der Rezensent, hauptsächlich "auf das Familienarchiv ihres verstorbenen Schwiegervaters". In einem "bislang für historiografische Arbeiten ungewöhnlichen Maße" verlässt die Autorin sich dabei auf die "Wirkung von Abbildungen", um mit dem Ersten Weltkrieg verknüpfte Problemkreise zu erfassen. So zeige beispielsweise die Autorin "ein martialisches Gemälde, auf dem zu Pferde angreifende Kolonialtruppen aus einer unsichtbar bleibenden deutschen Maschinengewehrstellung heraus niedergemäht werden". Hintergrund dieser Darstellung: Die von den Entente-Mächten als Soldaten aufgebotenen Senegalesen, Marokkaner und Inder wurden von der deutschen und österreichischen Kriegspropaganda zu Symbolen des "Abwehrkampfs des 'zivilisierten Mitteleuropa' gegen die von angeblich minderwertigen farbigen Rassen beeinflussten alten Kolonialmächte" stilisiert. Ein Kampf also der Wilden gegen die "Angehörigen des 'Kulturvolkes'".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren