Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.08.2001
Andreas Kilcher ist recht angetan von Peter Rosenthals Romandebüt. Dem autobiografischen Roman um einen aus Ceausescus Rumänien ins westdeutsche Köln geflüchteten Juden bescheinigt er, verschiedene Orte, Zeiten und Kulturen in eine "ebenso fruchtbare wie konfliktreiche Konstellation" gebracht zu haben. Dabei vermeide der Autor jegliche politische "Schwarzweißmalerei", sondern behandele die jeweiligen Orte - Rumänien, Nachkriegsdeutschland und Israel - in gleicher Weise kritisch und sensibel. Eine kunstvolle erzählerische Strategie trage zudem zur großen Offenheit der vielfältigen existentiellen und kulturellen Verflechtungen bei. Auch verfalle Rosenthal nicht darin, den von ihm aufgespannten multikulturellen Raum zu einer Utopie zu verklären, sondern stelle ihn "unter den härteren Bedingungen des realen Lebens dar".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…