Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Hartmunt Vollmer.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.03.2001
Gina Kaus ist heute am ehesten noch bekannt als Autorin der Romanvorlage für den Film "Teufel in Seide" (mit Lilli Palmer und Curd Jürgens). Nach der kürzlichen Neuauflage ihres Romans "Die Verliebten" (erstmals 1928 erschienen), den der Rezensent Franz Haas für seine "sprachliche und psychologische Brillanz" preist, ist nun eine Sammlung kürzerer Texte von Kaus erschienen. Zwar lobt Haas die Fähigkeit der Autorin zu "Witz und knapper Formulierung", andererseits spricht, scheint es, der "Geist der Neuen Sachlichkeit" für den Rezensenten doch etwas zu laut aus vielen der Texte. Sie sind, kritisiert er, nicht frei von Klischees und Wiederholungen der gängigen Themen, jedoch, lobt er andererseits, sei die Autorin dann immer wieder zu ironischen Volten in der Lage. Am schönsten findet Haas jene Texte, die nicht so sehr "Spiegel des Zeitgeists" sind, sondern auf den Lärm von Thesen verzichtende Schilderungen wie "Der Donaukanal". Die "verhaltene Romantik von der Metropole" werde hier "ohne Zeigefinger" heraufbeschworen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2000
Einen Erzählband ("Die Unwiderstehlichen") und einen Roman (Die Verliebten") der fast vergessenen Gina Kaus bespricht Walter Hinck. Er stellt uns Gina Kaus zunächst als Autorin vor, die sich in den 20er Jahren literarisch mit der "Psychologie und Emanzipation der Frau" beschäftigt habe. Keine Alice Schwarzer, aber eben auch keine Vicki Baum, in deren Fahrwasser man sie sah, seit 1928 die Verkaufsstrategie des Ullstein Verlages "die Verliebten" als Unterhaltungsliteratur vermarktete. Zu unrecht, wie der Rezensent bemerkt. Er lobt die "vorzüglichen" Nachworte von Herausgeber Hartmut Vollmer in beiden Büchern. Dann wird kurz die Tendenz der Erzählungen beschrieben: "Künstler-, Liebes- und Ehegeschichten", spannend erzählt und beeinflusst von Alfred Adlers Individualpsychologie. Den Roman "Die Verliebten" fand Hincks etwas weniger spannend. Trotzdem auch hier: viel Wohlwollen. Obgleich nach Rezensentenmeinung sich viel von dem Staub, den die Frauenbewegung inzwischen aufgewirbelt hat, bereits auf diese Betrachtungen aus den 20er Jahren legten.
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