Bücherschau der Woche
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Klappentext
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Hartmunt Vollmer. In ihrem Roman "die Verliebten", der nach seiner Erstveröffentlichung 1928 nun erstmals wieder vorgelegt wird, demonstriert Gina Kaus auf erzählerisch eindrucksvolle Weise die desillusionierende Erkenntnis, dass jeder Mensch auch im gemeinsamen Erlebnis der Liebe einsam bleibt und sein eigenes Schicksal behält.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2000
Einen Erzählband ("Die Unwiderstehlichen") und einen Roman (Die Verliebten") der fast vergessenen Gina Kaus bespricht Walter Hinck. Er stellt uns Gina Kaus zunächst als Autorin vor, die sich in den 20er Jahren literarisch mit der "Psychologie und Emanzipation der Frau" beschäftigt habe. Keine Alice Schwarzer, aber eben auch keine Vicki Baum, in deren Fahrwasser man sie sah, seit 1928 die Verkaufsstrategie des Ullstein Verlages "die Verliebten" als Unterhaltungsliteratur vermarktete. Zu unrecht, wie der Rezensent bemerkt. Er lobt die "vorzüglichen" Nachworte von Herausgeber Hartmut Vollmer in beiden Büchern. Dann wird kurz die Tendenz der Erzählungen beschrieben: "Künstler-, Liebes- und Ehegeschichten", spannend erzählt und beeinflusst von Alfred Adlers Individualpsychologie. Den Roman "Die Verliebten" fand Hincks etwas weniger spannend. Trotzdem auch hier: viel Wohlwollen. Obgleich nach Rezensentenmeinung sich viel von dem Staub, den die Frauenbewegung inzwischen aufgewirbelt hat, bereits auf diese Betrachtungen aus den 20er Jahren legten.
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