Aus dem Amerikanischen und mit einem Nachwort von Rainer G. Schmidt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.06.2009
Kai Wiegandt hat die Jugenderinnerungen des 1841 in Argentinien geborenen und 1922 in London gestorbenen Schriftstellers und Naturforschers William Henry Hudson ausgesprochen gern gelesen und freut sich, dass der heute fast vergessene Autor wieder ins Gedächtnis zurückgerufen wird. Der von klein auf äußerst naturverbundene Autor zeigt sich auch bei seinen Erinnerungen, die er Ende des Ersten Weltkriegs knapp achtzigjährig niedergeschrieben hat, ganz im Bann der Natur, weshalb die Memoiren nicht etwa bei seiner Geburt beginnen, sondern bei der Beschreibung von Bäumen, die der Dreijährige vor seinem Elternhaus sah, stellt der Rezensent fest. Er rühmt die Erinnerungen als höchst anschaulich und originell und lässt sich vom Enthusiasmus gegenüber der Natur, der beinahe den Charakter eines "religiösen Gefühls" trägt, wie er findet, faszinieren. Dass aber auch Eindrücke der brutalen "Gauchokultur", der finsteren Zeit unter Diktator Rosas und des alten Buenos Aires in diesen Erinnerungen Gestalt gewinnen, enthält uns der höchst eingenommene Rezensent ebenfalls nicht vor.
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