Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Anna-Katharina Hahn

Sommerloch

Erzählungen

Cover: Sommerloch

Achilla Presse, Hamburg 2000
ISBN-10 3928398679
ISBN-13 9783928398671
Gebunden, 143 Seiten, 21,47 EUR

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Klappentext

"Es ist wohl an der Zeit, sozusagen verdammt nötig, dass ich mal meine Sicht der Dinge klarstelle. Schon wegen der netten Grüße aus der Nachbarschaft, die sich in den letzten Tagen auf meiner Fußmatte angehäuft haben - faulige Bananen und Äpfel, alte Salatköpfe und zerschlagene Eier - besonders lecker jetzt im Hochsommer, dazu die zwei gefüllten Kondome, rosa genoppt, aber immerhin zugeknotet, danke. Ich schreibe alles auf, was bleibt mir anderes übrig."
Gemeinheiten, Frust und handfester Krach bestimmen den Alltag in Anna Katharina Hahns Erzählband "Sommerloch". In den rotzfrechen Geschichten kommen Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus zu Wort - und zeigen sich dabei nicht immer von der nettesten Seite: als mittelmäßige Vorortmachos, die im Freibad auf Frischfleisch lauern, als diätbesessene Karrierefrauen oder ausgekochte Provinzgören, die sich etwas Geld dazuverdienen ...

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 18.11.2000

Ulrich Noller hat die 30jährige Debütantin Anna Katharina Hahn für sich und das Feuilleton entdeckt. In den "ein knappes Dutzend" umfassenden Erzählungen ihres ersten Bandes schreibe sie in "spöttischen bis bitterbösen Miniaturen" aus dem deutschen Großstadtalltag "fiese, kleine Geschichten mit doppeltem Boden". So schildere sie in der Erzählung "Die Vorteile der Mütter", wie sich ein Mann an eine alleinerziehende Frau heranmacht, weil diese so dankbar sei. Spielerisch versetzt sich Hahn dabei in ihre Charaktere von Schuhverkäufern über Hundezüchter bis zu Langzeitstudenten, findet der Rezensent. Zwar erzähle sie aus der Ich-Perspektive, doch habe sie genug "fiktionale Substanz" um nicht autobiografischer Prosa aufzusitzen. Als Popliteratin möchte der Rezensent seine Entdeckung nicht verstanden wissen, vielmehr vergleicht er sie mit der ebenfalls aus Hamburg stammenden Erzählerin Karen Duve. Das soll ein Kompliment sein.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000

Agnes Hüfner macht in einer knappen Notiz auf das Erstlingswerk einer jungen, in Hamburg lebenden Autorin aufmerksam, das sie durchaus für lesenswert hält. In den 22 Kurzgeschichten geht es um Menschen aus unterschiedlichen Milieus, meist im städtischen Raum angesiedelt. Allen gemeinsam ist ihr Einzelgängertum und dass sie nicht so recht in die bürgerliche Gesellschaft passen. Hüfner gefällt, wie Anna Katharina Hahn ihre Geschichten erzählt: `Mit Tempo und Witz, Stakkato, Jargon und schrägen Bildern treibt sie ihre Geschichten in überraschende, manchmal hanebüchene Schlusspointen.` Dass sie dabei ihren eigenen Ton findet und nicht einfach große literarische Vorbilder kopiert, rechnet die Rezensentin ihr besonders an.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren