Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Dänischen von Peter-Urban Halle. "Ich tätschelte ihr den Bauch und fragte: `Hat er schon angefangen?`, und sie machte auf böse, stieß mich weg und knurrte, dass ich `ganz und gar nicht sicher sein könne`, dass sie `erst drei Tage drüber sei`, und dass ich es überhaupt nicht gewesen sein müsse, weil es `prinzipiell jeder x-beliebige gewesen sein könne` - und überhaupt, dass ich nicht so einen Zirkus machen solle."
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.12.2000
In der Heimat des Autors sei das Buch ein Knüller, weiss Rezensent "c.hr." und vermittelt uns eine Ahnung, warum das so sein könnte. Als Zerrspiegel einer wertelosen Gesellschaft bezeichnet er die zehn Erzählungen. Sie rüttelten auf, und was sie reflektierten, bleibe haften. Es wird die Sprache sein und die Neigung zum Grotesken, wie sie "c.hr" in seiner Besprechung feststellt, der schwarze Humor und der makabre Zynismus des Autors, die das Buch so erfolgreich haben werden lassen. Mit der nun vorliegenden, vom Rezensenten knapp als "stimmig" gelobten Übersetzung sollte dies auch bei uns gelingen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.07.2000
Der Autor, so die Rezensentin Sabine Peters, stamme aus derselben Generation wie die Verfasser jener Popliteratur, die in Deutschland gerade en vogue sei. Sein Thema aber seien ganz im Gegensatz zum dort beschriebenen Wohlstandsmilieu die "Marginalisierten und Überflüssigen". Seine Erzählungen sind bevölkert mit Arbeitslosen und Desorientierten - und neigte Sonnergaard nicht hin und wieder zur "Brutalitäts-Masche", Sabine Peters wäre noch stärker beeindruckt. Besonders schätzt sie die nicht so groben Striche des Autors, die auch vorhandenen "unprätentiösen, leisen Töne", mit denen die "strukturelle Gewalt" der Gegenwartsgesellschaft subtiler diagnostiziert werde.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2000
Zwar hat Johan Schloemann nichts gegen das Vorhaben einzuwenden, die harte Realität wiederzugeben, wie es in dem Erzählband angestrebt werde, doch ist er trotzdem nicht glücklich mit dem Buch. Denn obwohl die Erzählungen "temporeich und energisch" geschrieben seien und sich durch plastische Schilderungen auszeichneten, fehle es dem Autor an stilistischem Handwerkszeug, bemängelt der Rezensent. Selten gelinge es ihm, Spannung zu erzeugen und an "Plumpheiten" mangele es nicht. Neben "narrativen Grobheiten" und allzu deutlichen Beschreibungen ärgert sich der Rezensent auch über sprachliche Ausrutscher und aufgesetzt wirkende Wendungen. Dabei nimmt Schloemann den Übersetzer in Schutz: für die "Unausgereiftheit" dieser Prosa sei allein der Autor verantwortlich.
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