Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Erneut sind es subtile Seelendramen, die Keyserling vor der Kulisse einer intensiv empfundenen Natur stimmungsvoll und mit sicherem Blick für die Psychologie seiner Figuren in Szene setzt: In"Seine Liebeserfahrung", der ersten Erzählung, umspielt er den eitlen Narzißmus eines angehenden Schriftstellers mit ironischer Heiterkeit. Als der junge Mann eine offensichtlich unglücklich verheiratete Dame kennenlernt, bleibt er allzulange über seine Gefühle für sie im unklaren, laviert und vergibt das nahe Glück. Zu zögerlich agiert auch der Held der zweiten Erzählung, ein zielloser Weltreisender, der nach langer Trennung erstmals wieder auf seine seelisch labile Ehefrau trifft. Die Gesellschaft auf dem heimischen Schloß scheint ihm fremd, er glaubt die"Harmonie"der Anwesenden zu stören, doch zu einer offenen Aussprache fehlen ihm Kraft und Entschlossenheit. Die Landvilla einer wohlhabenden Bankiersfamilie ist schließlich Schauplatz der titelgebenden Geschichte, in deren Mittelpunkt der elfjährige Sohn Paul steht. Der Knabe, der"ein seltsam starkes Gefühl für die Unsicherheit unsres Daseins"hat, beobachtet das Werben eines leichtlebigen Bankvolontärs um seine Mutter mit Neugier; erwachen doch auch in ihm erstmals Gefühle für eine junge Dame.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.08.2007
Auf gar keinen Fall, warnt der Rezensent Wolfgang Schneider, dürfe man sich von den etwas altväterlichen Titeln der in diesem Band versammelten drei Novellen Eduard von Keyserlings täuschen lassen. Auch wenn sie "Im stillen Winkel" heißen, oder "Harmonie" - sie gehören zum besten des meist als Impressionisten rubrizierten Autors. Und in Wahrheit geht es in der Erzählung "Harmonie" denn auch alles andere als harmonisch zu. Die Ehe zwischen Felix von Bassenow und seiner erkrankten Frau Annemarie nämlich steht unter keinem guten Stern. Der Mann ist der Macho nicht, der er gerne wäre, die Frau "erstarrt zum ästhetizistischen Jugendstilbildnis" und verkümmert im Schloss, in dem von Bassenow sie lange allein lässt. Noch beeindruckender ist die Erzählung "Im stillen Winkel", die eine Familie porträtiert und in der Verbindung von "Intimem und Gesellschaftlichem", wie Schneider findet, eine wahre "Jahrhundertnovelle" sei. Insgesamt, rühmt er, "ein begückendes Buch", das auch neunzig Jahre nach dem Tod des Autors kein bisschen veraltet ist.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








