Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Erika Tophoven

Becketts Berlin

Cover: Becketts Berlin

Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2005
ISBN-10 3894791594
ISBN-13 9783894791599
Gebunden, 143 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Mit Auszügen aus dem unveröffentlichten Reisetagebuch Becketts. Mit zahlreichen Duoton Abbildungen im Text sowie 26 meist farbigen Abbildungen auf Tafeln. In den Jahren 1936/1937 unternahm der dreißigjährige Samuel Beckett eine sechsmonatige "Winterreise" durch Deutschland. Ab dem 11. Dezember verbrachte er fünf Wochen in Berlin. Hier interessierte sich der junge Schriftsteller vor allem für die Kunstmuseen, die er häufig besuchte. Während der Reise führte Beckett Tagebuch. Erika Tophoven, seit langem Übersetzerin der Werke Becketts, erhielt Zugang zu diesen bislang unveröffentlichten Aufzeichnungen. Sie schildert seine Erlebnisse und Eindrücke und zitiert auszugsweise aus dem Tagebuch. Es entsteht das einzigartige Bild einer Kunstreise, die einer der wichtigsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts in politisch hoch brisanter Zeit unternahm.

Rezension Perlentaucher

Erika Tophoven war zusammen mit ihrem Mann Elmar über Jahrzehnte die Übersetzerin Samuel Becketts. Ihr neuestes Buch, es ist opulent bebildert, trägt den Titel: "Beckett in Berlin". Sie erzählt darin von den sechs Wochen, die der irische Autor im Winter 1936-1937 in Berlin verbrachte. Als Grundlagen ihrer Arbeit nennt sie ein kleines dunkelrotes Notizbuch, das "Whoroscope notebook", in dem sich Vermerke aus den dreißiger Jahren finden, die Korrespondenz mit seinem Freund MacGreevy und als wichtigstes Stück sechs Hefte mit tagtäglichen Eintragungen von der Deutschlandreise im Winterhalbjahr 1936-1937...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.04.2006

Erst vor drei Jahren wurden die Tagebücher entdeckt, die Samuel Beckett auf seiner Reise nach Berlin in den Jahren 1936 und 1937 verfasst hat. Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht sind sie noch nicht, weswegen Rezensent Ralf Hertel diese Auswertung der Beckett-Übersetzerin Erika Tophoven sehr verdienstvoll findet. Allerdings gibt es hier einen recht griesgrämigen Beckett zu erleben. Sein Erfolg als Schriftsteller lässt auf sich warten, er hat kein Geld und findet Deutschland einfach nur "grässlich". Die Eintöpfe schmecken ihm nicht, an Konversation scheint er nicht sonderlich interessiert zu sein ("Wie absurd, in einer anderen Sprache schweigen zu lernen"), und geheuer sind ihm die Leute auch nicht. Sie bräuchten bald einen Krieg, zitiert ihn der Rezensent, "sonst platzen sie". Auch wenn Hertel gar nicht genug herausstreichen kann, wie aufschlussreich Becketts Beschreibung der Vereinsamung und der Erstarrung in Hinsicht auf seine spätere Stücke sind, scheint ihm die "Ereignislosigkeit", die Beckett hier mit "buchhalterischer Kleinlichkeit" protokolliert, ein wenig aufs Gemüt geschlagen zu sein.

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Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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