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zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Benedikt Föger, Klaus Taschwer

Konrad Lorenz

Biografie

Cover: Konrad Lorenz

Zsolnay Verlag, Wien 2003
ISBN-10 3552052828
ISBN-13 9783552052826
Gebunden, 340 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Nobelpreisträger, Erfolgsautor und streitbarer Geist: Konrad Lorenz war der populärste Wissenschaftler unserer Zeit. Zu seinem 100. Geburtstag legen Klaus Taschwer und Benedikt Föger diese Biografie über ihn vor, basierend auf bisher unbekanntem Material aus privaten und öffentlichen Archiven.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.11.2003

Einen "Steinbruch von widersprüchlichen Zitaten und Quellen" haben die beiden Journalisten Klaus Taschwer und Benedikt Föger über Konrad Lorenz gesammelt, befindet Ulrich Kühne in seiner wohlwollenden Besprechung. Schließlich vermag das Buch doch den großen Verhaltensforscher äußerst facettenreich in Erscheinung treten zu lassen, wie der Rezensent anhand von zwei Beispielen verdeutlicht: So zeichne sein anbiedernder Aufnahmeantrag bei der NSDAP von 1938 "das Bild eines Opportunisten und rücksichtslos ehrgeizigen Karrieristen"; andererseits habe Lorenz 1973, nach Erhalt des Nobelpreises, die "Publicity für seine moralische Mission, als Mahner vor den destruktiven Kräften der Zivilisation, gegen Umweltzerstörung und Atomkraftwerke, genutzt". Allerdings hätten die beiden Autoren, die Ulrich Kühne zufolge bereits vor zwei Jahren ein erstes biografisches Werk zu Lorenz veröffentlicht haben, sich nicht wirklich um eine "Synthese" bemüht, sich demnach mit dem Sammlerdasein begnügt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2003

Eigentümlich schnell ist der Erfinder der Ethologie und Nobelpreisträger Konrad Lorenz in Vergessenheit geraten, stellt der Rezensent Joachim Müller-Jung fest, und zwar durchaus mit Bedauern. Umstritten machte ihn vor allem seine "braune" Vergangenheit, über die nie Genaues zu erfahren war - besonders damit beschäftigen sich, ohne wirklich sensationelle Neuigkeiten präsentieren zu können, seine beiden Biografen. Immerhin hatten sie - von Lorenz' Tochter gewährten - Einblick in autobiografische Aufzeichnungen, die sie zum Ergebnis kommen lassen, dass der Wissenschaftler sowohl "Prophet" als auch "Nazi aus Begeisterung" gewesen sei. Insgesamt, bescheinigt der Rezensent, ist dieser Band aber ein "material- und zitatenreiches Buch", das helfen sollte, die Erinnerung an den "besessenen Tierliebhaber mit seinen gelegentlich infantilen Zügen" wieder lebendig werden zu lassen.

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