Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Benedikt Föger, Klaus Taschwer

Konrad Lorenz

Biografie

Cover: Konrad Lorenz

Zsolnay Verlag, Wien 2003
ISBN-10 3552052828
ISBN-13 9783552052826
Gebunden, 340 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Nobelpreisträger, Erfolgsautor und streitbarer Geist: Konrad Lorenz war der populärste Wissenschaftler unserer Zeit. Zu seinem 100. Geburtstag legen Klaus Taschwer und Benedikt Föger diese Biografie über ihn vor, basierend auf bisher unbekanntem Material aus privaten und öffentlichen Archiven.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.11.2003

Einen "Steinbruch von widersprüchlichen Zitaten und Quellen" haben die beiden Journalisten Klaus Taschwer und Benedikt Föger über Konrad Lorenz gesammelt, befindet Ulrich Kühne in seiner wohlwollenden Besprechung. Schließlich vermag das Buch doch den großen Verhaltensforscher äußerst facettenreich in Erscheinung treten zu lassen, wie der Rezensent anhand von zwei Beispielen verdeutlicht: So zeichne sein anbiedernder Aufnahmeantrag bei der NSDAP von 1938 "das Bild eines Opportunisten und rücksichtslos ehrgeizigen Karrieristen"; andererseits habe Lorenz 1973, nach Erhalt des Nobelpreises, die "Publicity für seine moralische Mission, als Mahner vor den destruktiven Kräften der Zivilisation, gegen Umweltzerstörung und Atomkraftwerke, genutzt". Allerdings hätten die beiden Autoren, die Ulrich Kühne zufolge bereits vor zwei Jahren ein erstes biografisches Werk zu Lorenz veröffentlicht haben, sich nicht wirklich um eine "Synthese" bemüht, sich demnach mit dem Sammlerdasein begnügt.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2003

Eigentümlich schnell ist der Erfinder der Ethologie und Nobelpreisträger Konrad Lorenz in Vergessenheit geraten, stellt der Rezensent Joachim Müller-Jung fest, und zwar durchaus mit Bedauern. Umstritten machte ihn vor allem seine "braune" Vergangenheit, über die nie Genaues zu erfahren war - besonders damit beschäftigen sich, ohne wirklich sensationelle Neuigkeiten präsentieren zu können, seine beiden Biografen. Immerhin hatten sie - von Lorenz' Tochter gewährten - Einblick in autobiografische Aufzeichnungen, die sie zum Ergebnis kommen lassen, dass der Wissenschaftler sowohl "Prophet" als auch "Nazi aus Begeisterung" gewesen sei. Insgesamt, bescheinigt der Rezensent, ist dieser Band aber ein "material- und zitatenreiches Buch", das helfen sollte, die Erinnerung an den "besessenen Tierliebhaber mit seinen gelegentlich infantilen Zügen" wieder lebendig werden zu lassen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren