Das neue Werk des Dichters Elazar Benyoëtz ist Summe seines poetologischen Nachdenkens und eindringliches Zeugnis seiner Sensibilität für die deutsche Sprache. Eine Sammlung von Aphorismen, in der die Abbreviatur, das Konzentrat, das enthüllende Wortspiel ihre ganze Kraft entfalten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2000
Ein Großteil von Jakob Hessings einfühlsamer Besprechung dieses Buchs befasst sich mit der Lebensgeschichte des israelischen Aphoristikers, der in deutscher Sprache schreibt und dem Wesen dieser kürzesten aller literarischen Gattungen. Hessing schreibt von der Profanisierung des biblischen Hebräisch im neuen Israel, die der in Wien geborene Benyoetz stark empfunden habe und seiner Rückkehr zur deutschen Sprache. "Benyoetz nimmt die deutsche Sprache beim Wort", meint Hessing und führt an einem Beispiel die Auffaltung eines Aphorismus` zur historischen Aussage vor. Ohne Pathos, findet Hessing, stelle Benyoetz seine Worte frei und "die Ironie fängt alle Härte seiner Worte auf".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000
Bekannt geworden ist der 1937 in Wien geborene und seit 1939 in Jerusalem lebende Autor mit ein paar Aphorismensammlungen, schreibt Walter Helmut Fritz, und aus der hier vorliegenden zitiert er ausführlich bzw. gibt sie paraphrasierend wieder. Beispielsweise weiß der Autor, "dass die großen Fragen nur ohne Antwort groß sind" oder "dass man sich mit der Lüge Luft macht, mit der Wahrheit aufatmet" etc.. Was Fritz beeindruckt, ist die Fähigkeit des Autors, Redewendungen "durch leichte Verschiebungen oder Entstellung eine neue Bedeutung " zu geben.
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