Im November 1999 ist es zehn Jahre her, seit sich mit dem Fall der Mauer die DDR aufzulösen begann. Aber ist in diesem Jahrzehnt zusammengewachsen, was zusammen gehört? Thomas Roethe ist der Meinung, daß es die DDR-Identität und den parasitären Lebensstil der DDR-Bürger noch immer gibt. Es fehlte den neuen Bundesländern an einer hinreichend demokratisch sozialisierten Bevölkerung und an einer industriellen Infrastruktur. Daran gewöhnt, sich auf die Staatsführung verlassen zu können, sei im Osten kaum jemand bereit, zivile Verantwortung zu übernehmen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
Zwar findet Rezensent Uwe Jean Heuser, dass es längst überfällig ist, Missverständnisse zwischen Ost und West zu klären. Allerdings äußert er deutliche Zweifel daran, dass Thomas Roethes Buch dazu einen konstruktiven Beitrag leistet. Er respektiert durchaus Roethes Absicht zu provozieren, um eine Debatte in Gang zu bringen, findet jedoch, dass die Auflistung von Klischees und Vorurteilen eher wie eine Abrechnung wirkt, die die "Grenze zum Zynismus" streife. Darauf kann "niemand mit einer vorurteilsfreien Diskussion antworten", so Heuser.
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