Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Simon Singh
Geheime Botschaften
Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet
Klappentext
Aus dem Englischen von Klaus Fritz. Geheime Botschaften hat es immer gegeben: Von Cäsar über Maria Stuart bis hin zur Enigma-Maschine und zum Computerzeitalter. Was früher nur die Mächtigen interessierte, ist heute, wo immer häufiger persönliche Daten im Internet zirkulieren, für jeden relevant. Alles über Geheimsprachen, Codes und deren Entschlüsselung in einem Wissenschaftskrimi von Simon Singh.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 17.08.2000
Joachim Laukenmann ist begeistert von dieser Geschichte der Kryptografie. Der Autor habe eine "Wissenschaftsreportage erster Güte" vorgelegt, die vom altindischen Kamasutra bis in das Computerzeitalter die spannende Entwicklung der Kryptografie und der Kryptoanalyse - der Entschlüsselung von Geheimcodes - nachzeichne. Diese Codes, die an sich aus trockenen Zahlenkolonnen, Buchstabenreihen und Symbolabfolgen bestanden, hat Singh mit "prallem Leben" gefüllt, lobt Laukenmann: in dem Buch gehe es um Verschwörungen, Kriegsgeheimnisse, Spionage und Liebeslisten. Und auch die Geschichte der Entschlüsselung der Geheimbotschaften ist eine spannende Lektüre, die bei der Behandlung der modernen Entwicklung der Computer besondere Aktualität und Brisanz gewinnt, so der Rezensent fasziniert.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.03.2000
Bernd Graff ist sichtlich beindruckt von diesem "penibel recherchierten" Buch, das Ver- und Entschlüsselungssysteme "in reizvoll erzählten Episoden" historisch aufarbeitet. Saussure, Barthes, Lacan und die ganze moderne Zeichentheorie - alles schon mal dagewesen. Fasziniert berichtet er, dass die Spartaner fünfhundert Jahre vor Christus bereits einen Geheimcode erfunden haben, der Zeichen und Bezeichnetes "willkürlich aufeinander verweisen" läßt. Für Graff haben damit Saussure und auch Freud mit seiner Traumdeutung ihre "Aura der Jahrhunderttheoretiker" verloren. Aber Singh beschäftigt sich auch detailliert mit der neuen "`Kommunikationsrevolution`", so Graff, und beschreibt beispielsweise das im Internet frei verfügbare Verschlüsselungssystem "Pretty Good Privacy" von Phil Zimmermann mit seinen asymetrischen Schlüsseln: Der eine ist öffentlich, der andere privat. Genau "wie bei Freud", freut sich Graff.
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