Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Maurice Merleau-Ponty

Sinn und Nicht-Sinn

Cover: Sinn und Nicht-Sinn

Wilhelm Fink Verlag, München 2000
ISBN-10 3770533798
ISBN-13 9783770533794
Kartoniert, 264 Seiten, 24,54 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Französischen von Hans-Dieter Gondek.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2000

Dies sei kein Band für Laien, warnt die Rezensentin Nina Diezemann. Trotz nützlicher Anmerkungen des Übersetzers seien viele aktuelle Anspielungen Merleau-Pontys in seinen hier versammelten Texten für Sartres Zeitschrift "Les temps modernes" von 1945 bis 48 nicht mehr zu verstehen. Gleichzeitig aber lobt die Rezensentin die Einfachheit von Merleau-Pontys philosophischer Sprache, die sich immer an den Alltags- und Umgangston anlehne. Auch die thematische Bandbreite - von Kino und Literatur über die Politik bis zur Philosophie - hebt sie hervor, wobei sie Merleau-Pontys existentialistisches Denken als einigende Klammer darstellt. Immer gehe es um eine Philosophie der Freiheit, der Macht und des Sinns im "Nicht-Sinn".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.05.2000

Mit vielen ausführlichen Zitaten stellt Clemens Pornschlegel diese 1948 in Paris erstmals erschienene Aufsatzsammlung des französischen Philosophen und Schriftstellers vor. Zwar geht es in diesen Essays oft um Zeitgebundenes, um die Volksfront, den beginnenden Kalten Krieg, mal auch Cezanne, Hegel und das Kino, aber überrascht stellt der Rezensent fest, wie wenig überholt, wie notwendig sogar die Reflexionen des Autors so oder so für uns Heutige sind. "Geduld und Aufmerksamkeit" für den Blick auf "die Menschen in ihrer Zerrissenheit", wie Merleau-Ponty dies einfordert und selbst aufbringt in der unbestechlichen Beschreibung dessen, was ist, hat Pornschlegel wirklich bewegt. Und im Verlauf seiner einfühlsamen Besprechung geht er der Erfahrung der "menschlichen Abenteuer namens Kunst, Wissenschaft, Liebe und Politik" nach, die in den über fünfzig Jahren seit Erscheinen dieser Aufsätze eine alles aufsaugende Vermarktbarkeit erfahren haben. Dennoch entscheidet auch er am Ende der Rezension sich mit Merleau-Ponty für "das Abenteuer des Engagements", das als Zugang zu "einer gewissen Realität" des politischen Lebens gepriesen wird. Nur dadurch wird "das Zwiespältige nicht mehr erlitten, sondern verstanden". Eine tiefe Verbeugung vor einem großen Mann: "Merleau-Ponty hat mit der Inventur der Gegenwart begonnen".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren