Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Regula Guiliani. Ausgehend von der Rätselhaftigkeit des Leibes, der weder den Dingen noch dem Geist zugerechnet werden kann, werden verschiedene Dimensionen der Leiblichkeit wie Empfinden und Wahrnehmen, Spontaneität und Gewohnheit sowie Ausdruck und Sprache des Körpers entfaltet. Der anticartesianische Entwurf läuft auf eine Verflechtung von natürlichem und kulturellem, von eigenem und fremdem Leib hinaus. Am Ende steht der Ausblick auf ein leibliches Responsorium und ein Ethos der Sinne. Die Vorlesungen greifen zurück auf Husserls, Schelers, Plessners und vor allem auf Merleau-Pontys Phänomenologie des Leibes sowie auf Gestalttheorie, Verhaltensforschung, medizinische Anthropologie und Pathologie. Gleichzeitig werden Brücken geschlagen zu neueren neurologischen Forschungen sowie zu Fragen der Körpergeschichte, der Körpertechnik und der Körperpolitik.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.02.2001
Waldenfels fasst hier zusammen, sagt uns Rezensent Khosrow Nosratian, was er in mehr als zwei Jahrzehnten vorgelegt hat. Und das war schon der einzige Satz, der in halbwegs geläufigem Deutsch geschrieben ist. Ansonsten rudert man als Leser hilflos im Philosophenschwulst und ahnt: so geht es zu in den "Grauzonen der Vernunftkunst" welche nach Nosratian die Domäne phänomenologischer Übung bilden. Und um einen Meister derselben muss es sich bei Waldenfels handeln. Das kindliche Staunen ist ihm, wenn wir unseren Rezensenten richtig verstehen, die Mutter aller Phänomenologie: "ein rätselhaftes Anrufverstehen, ein Kräuseln der Nicht-Indifferenz, ein Flimmern im Fleisch der Welt." Wo da genau der Leib ins Spiel kommt, fragen wir vielleicht lieber Botho Strauss, der ja neuerdings auch gern so geschwollen schreibt. Irgendwie haben auch Merleau-Ponty und Schelling etwas mit Waldenfels` Theorien zu tun. Der Rezensent raunt dann am Ende, dass er philosophische Theorie und diskurstechnische Praxis letztlich nicht hundertprozentig einleuchtend fand. An anderer Stelle stand auch mal was von "Schwachstellen eines Philosophierens" zu lesen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 09.09.2000
Der Rezensent mit dem Kürzel „mim“ unterstreicht in seiner Kurzrezension zunächst die Bedeutung Bernhard Waldenfels` insbesondere für die deutschsprachige Phänomenologie. Im vorliegenden Band sind nun, wie der Leser erfährt, vor allem Vorlesungen von 1996/97 zu nachzulesen - im „für Vorlesungen typischen Stil“ zwar, wie „mim“ anmerkt, dennoch lohnt die Lektüre seiner Ansicht nach durchaus. Der Rezensent weist auf die sehr eigenen Ansätze des Autors bei dieser Thematik hin und empfiehlt dieses Buch nicht zuletzt wegen seiner „reichhaltigen Phänomenologie der Leiblichkeit in der Spannung von Welt-, Selbst- und Fremdbezug.“
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