Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Italo Calvino

Die unsichtbaren Städte

Cover: Die unsichtbaren Städte

Carl Hanser Verlag, München 2007
ISBN-10 3446208283
ISBN-13 9783446208285
Gebunden, 174 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. Sowenig wie Marco Polo und Kublai Khan in diesem Buch historische Figuren sind, sowenig handelt es sich auch bei den Städten, die der fiktive Venezianer beschreibt, um reale Orte in der bewohnten Welt. Es sind vielmehr Tummelplätze der Imagination, die unter den Formen möglicher Städte nicht fehlen dürfen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2007

Andreas Platthaus begrüßt freudig die Neuübersetzung von Italo Calvinos "Die unsichtbaren Städte", weil er sich dadurch frische Leser für ein von ihm geschätztes Werk erhofft. Bei seinen punktuellen Vergleichen der älteren Übersetzung von Heinz Riedt mit der neuen von Burkhart Kroeber allerdings kommt er zu dem Schluss, dass beide Übersetzungen ihre Vorteile haben und im Übrigen auch gar nicht so sehr voneinander abweichen. In den 55 Textminiaturen, die in der alten Ausgabe noch Roman genannt wurden - eine Gattungsbezeichnung die nun laut Rezensent zu Recht gestrichen worden ist - berichtet Marco Polo im 13. Jahrhundert dem Herrscher der Tartaren, Kublai Khan, von seinen Reiseeindrücken im chinesischen Reich, fasst der Rezensent zusammen. Schade findet er, dass das durchaus erhellende Nachwort von Heinz Riedt in der Neuausgabe ersatzlos gestrichen wurde, denn "Die unsichtbaren Städte" sind nicht gerade leichte Kost, wie er warnt. Gleichzeitig aber zeigt sich Platthaus entzückt vom "orientalisch-verführerischen Ton", der sich bei Calvino mit präzisen Beobachtungen mischt, und er ist auch nach mehr als 30 Jahren, so lange liegt die erste Veröffentlichung zurück, von der symphonischen Sprachwirkung und dem allegorischen Tiefgang des Buches, das zugleich als philosophischer und poetologischer Text zu verstehen ist, in den Bann gezogen.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.07.2007

Als ein "eigenwilliges Remake" von Marco Polos "Milione" führt uns Rezensentin Maike Albath dieses Prosawerk Italo Calvinos vor Augen. Wie in dem alten Klassiker der italienischen Literatur stehen in diesem neuen Klassiker die Gespräche im Mittelpunkt, in denen Marco Polo dem Kublai Khan von seinen Reisen in die wundersamsten Städte berichtet. Doch nie, meint Albath, werde in diesen höchst kunstvoll verschachtelten Prosastücken das Erzählte erkennbar, erfahrbar sei nur das Muster, wie der von Oulipo, Strukturalismus und Tarot Calvino Wahrnehmung versprachliche. Das nötigt der Rezensentin gehörigen Respekt ab, nach eigenem Bekunden fühlte sie sich wie in einer Gemäldegalerie, in der sie andächtig von einem Kunstwerk zum nächsten schreitet. Doch bei aller Schönheit, "Vollkommenheit" gar, blieben für Albath die Schilderungen auch "unnahbar".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren