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Italo Calvino
Die unsichtbaren Städte
Klappentext
Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber. Sowenig wie Marco Polo und Kublai Khan in diesem Buch historische Figuren sind, sowenig handelt es sich auch bei den Städten, die der fiktive Venezianer beschreibt, um reale Orte in der bewohnten Welt. Es sind vielmehr Tummelplätze der Imagination, die unter den Formen möglicher Städte nicht fehlen dürfen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.10.2007
Andreas Platthaus begrüßt freudig die Neuübersetzung von Italo Calvinos "Die unsichtbaren Städte", weil er sich dadurch frische Leser für ein von ihm geschätztes Werk erhofft. Bei seinen punktuellen Vergleichen der älteren Übersetzung von Heinz Riedt mit der neuen von Burkhart Kroeber allerdings kommt er zu dem Schluss, dass beide Übersetzungen ihre Vorteile haben und im Übrigen auch gar nicht so sehr voneinander abweichen. In den 55 Textminiaturen, die in der alten Ausgabe noch Roman genannt wurden - eine Gattungsbezeichnung die nun laut Rezensent zu Recht gestrichen worden ist - berichtet Marco Polo im 13. Jahrhundert dem Herrscher der Tartaren, Kublai Khan, von seinen Reiseeindrücken im chinesischen Reich, fasst der Rezensent zusammen. Schade findet er, dass das durchaus erhellende Nachwort von Heinz Riedt in der Neuausgabe ersatzlos gestrichen wurde, denn "Die unsichtbaren Städte" sind nicht gerade leichte Kost, wie er warnt. Gleichzeitig aber zeigt sich Platthaus entzückt vom "orientalisch-verführerischen Ton", der sich bei Calvino mit präzisen Beobachtungen mischt, und er ist auch nach mehr als 30 Jahren, so lange liegt die erste Veröffentlichung zurück, von der symphonischen Sprachwirkung und dem allegorischen Tiefgang des Buches, das zugleich als philosophischer und poetologischer Text zu verstehen ist, in den Bann gezogen.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 17.07.2007
Als ein "eigenwilliges Remake" von Marco Polos "Milione" führt uns Rezensentin Maike Albath dieses Prosawerk Italo Calvinos vor Augen. Wie in dem alten Klassiker der italienischen Literatur stehen in diesem neuen Klassiker die Gespräche im Mittelpunkt, in denen Marco Polo dem Kublai Khan von seinen Reisen in die wundersamsten Städte berichtet. Doch nie, meint Albath, werde in diesen höchst kunstvoll verschachtelten Prosastücken das Erzählte erkennbar, erfahrbar sei nur das Muster, wie der von Oulipo, Strukturalismus und Tarot Calvino Wahrnehmung versprachliche. Das nötigt der Rezensentin gehörigen Respekt ab, nach eigenem Bekunden fühlte sie sich wie in einer Gemäldegalerie, in der sie andächtig von einem Kunstwerk zum nächsten schreitet. Doch bei aller Schönheit, "Vollkommenheit" gar, blieben für Albath die Schilderungen auch "unnahbar".
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