Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Henning Ottmann

Geschichte des politischen Denkens in vier Bänden

Band 1: Die Griechen. Halbband 1: Von Homer bis Sokrates

J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2001
ISBN-10 3476016307
ISBN-13 9783476016300
Kartoniert, 267 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Dichter und Historiker, erste Philosophen und große Redner, die Dichter der Tragödie und der Komödie, die Sophisten und Sokrates - die griechische Entdeckung der Politik und der Demokratie hat sich aus vielen Erfahrungen und Reflexionen einer Kultur gespeist, deren Geheimnis eine eigentümliche Mischung von Gleichheit und Exzellenz, von Agon und Maß gewesen ist. Im Zentrum der Analyse steht die Geburt der politischen Philosophie bei Sokrates sowie die politische Philosophie der Klassiker Platon und Aristoteles. Doch auch die Epiker und die Lyriker, die Tragödien- und Komödiendichter sowie die Historiker und die Redner werden im Hinblick auf das politische Denken, das sich in ihren Werken artikuliert, mit erfasst.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.12.2001

Dies sind die ersten Bände eines, wie Karl-Heinz Nusser findet, "grandiosen Unternehmens": Henning Ottmann plant eine "Bestandsaufnahme" des westlichen politischen Denkens. Erstmals geraten bei ihm, lobt Nusser, sämtliche wichtigen Institutionen, Ideen und Kulturen in den Blick. Die Klassiker - von den Vorsokratikern bis Aristoteles - haben dabei einen wichtigen Platz, gleichzeitig geht es aber auch um die Darstellung der "politischen und sozialen Krisen". Der Rezensent kapituliert vor der Aufgabe, die "Fülle des enzyklopädischen Wissens" des Autors auch nur andeutungsweise zu vermitteln. Er kann nur feststellen, dass die antiken Denker in "einen umfassenden Diskurs" gestellt werden. Und eines steht für Nusser außer Zweifel: "Man darf auf die Fortsetzung dieser Bände gespannt sein."

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.12.2001

Da hat sich der Rezensent Mühe gegeben mit seiner Besprechung. Hat sauber unterschieden in Kritik und Lob für die zwei anzuzeigenden, die Epoche "von Homer bis zum Hellenismus" abdeckenden Halbbände und ist am Ende höchst zufrieden mit der "herkulischen Leistung" des Autors, "als einzelner das westliche politische Denken darzustellen", und zwar "mit kühnem Entschluss" auf Basis des Gegensatzes von "individueller Agonalität" und Gemeinsamkeit. Für bemerkenswert, um das Lob des Rezensenten vorwegzunehmen, hält Wolfgang Schuller, dass der Autor unter politischem Denken auch diejenigen Vorstellungen versteht, die sich in der Dichtung, besonders in der attischen Tragödie, finden. Ferner schätzt er den "schwungvollen, persönlichen Stil" des Autors, der "neben einigen Kalauern auch glänzende Formulierungen und Einsichten hervorbringt", findet zu seiner Freude einzelne Philosophen nicht nur auf ihr politisches Denken, sondern auf ihre gesamte Philosophie hin abgeklopft und äußert sich schließlich positiv über die Ausstattung der Bände mit "Schaubildern, Zeittafeln und umfangreichen Bibliographien". Bleibt der Tadel. Der bezieht sich, abgesehen von einer Rüge für ein etwas schlampiges Lektorat, auf das, was fehlt: Der Einbezug der laut Schuller höchst politischen Komödie, das Nachdenken über die Rolle der Frau in der Öffentlichkeit und "mehr über die politischen Vorstellungen ... die hinter den konkreten Regelungen der athenischen Demokratie standen".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren