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Helmar Penndorf, Ingo Schulze
Von Nasen, Faxen und Ariadnefäden
Zeichnungen und Fax-Briefe. Ein Winterbuch
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.03.2001
Briefe stellen eine alte literarische Kunstform dar. Dem, der es vergessen haben sollte, kommt dies bei der Lektüre des Buches "Von Nasen, Faxen und Ariadnefäden" unverzüglich ins Gedächtnis, schreibt Beatrix Langner. Was sich hinter dem seltsamen Buchtitel verbirgt, erklärt die Rezensentin mit unverhohlener Begeisterung für das Buch: Es handelt sich, weiß sie, um Briefe, in denen Ingo Schulze, der Autor des 1998 erschienenen Buchs "Simple Storys", 1993 via Fax seinem Freund Helmar Penndorf seine Eindrücke aus dem postkommunistischen Petersburg schilderte, die dieser mit 35 Zeichnungen beantwortete und auf diese Weise strukturierte. Man wird dadurch an den Ariadnefaden aus der griechischen Mythologie erinnert, erläutert die Rezensentin. Auch was es mit der Nase im Titel auf sich hat, erklärt sie. Von Penndorf gezeichnet und dem Freund in verschiedensten Variationen zugeschickt, ist sie das zusätzliche Sinnesorgan, um die veränderte Lebensumwelt erfahrbar zu machen, erklärt Langner. Darüber hinaus sei die Korrespondenz der letzte Austausch zwischen Schulze und seinem kurz darauf verstorbenen Freund. Ein ergreifendes Dokument einer Freundschaft, so Langner.
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