Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heinrich Wölfflin

Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur

Cover: Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur

Gebr. Mann Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3786117756
ISBN-13 9783786117759
Gebunden, 52 Seiten, 33,23 EUR

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Klappentext

Lange Zeit zwischen Philosophie und Kunstgeschichte schwankend entscheidet sich Heinrich Wölfflin schließlich zu einer Dissertation im Hauptfach Philosophie. 1886 verleiht ihm die Universität München für seine "Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur" die Doktorwürde. Von einer Psychologie der Einfühlung verspricht sich Wölfflin ein grundlegendes Verständnis der Bedingungen, die für unsere Wahrnehmung zu allen Zeiten ihre unumstößliche Gültigkeit behalten. In der Körperlichkeit der menschlichen Wahrnehmung findet er die vermittelnde Analogie zwischen dem Eindruck des Betrachters und dem Ausdruck der Form: "Unsre leibliche Organisation ist die Form, unter der wir alles Körperliche auffassen."

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.08.2000

Wie kurz waren früher Dissertationen! Ganze 42 Seiten umfasste die von Heinrich Wölfflin aus dem Jahr 1885, die nun kommentiert und mit einem Vorwort versehen neu aufgelegt wurde. Wie Erwin Seitz erklärt, machte sie Geschichte, weil sie erstmals von einer "Psychologie der Architektur" sprach; damals heftig angegriffen, diene sie heute namhaften Architekten wie Kollhoff als Bezugspunkt. Wölfflin interpretierte Kunstgeschichte philosophisch, erklärt Seitz; ihm reichte es nicht, Architekturgeschichte aus dem Zwang des Materials, des Klimas oder des Bauvorhabens abzuleiten. Wölfflins philosophische Betrachtungen, die sich einer Analogisierung der architektonischen Form mit dem menschlichen Körper verdanken, seien nicht unbedingt neu, meint der Rezensent, in ihrer Anwendung auf einzelne Bereiche wie der Romanik oder Gotik aber durchaus originell zu lesen. So ist auch diese Erkennntis des Architekturpsychologen, die Seitz zum Schluss zum Besten gibt, nicht unbedingt neu, sollte aber manchem Architekten zu denken geben: Das richtige Maß zu finden sei zwar immer Antrieb, hatte Wölfflin geschrieben, aber dennoch unmöglich, da jede Form früher oder später langweilig werde.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren