Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Europa in Trümmern. Zahlreiche Städte, Verkehrswege und Industrieanlagen waren zerstört. Die wichtigen Entscheidungen über das Schicksal der Welt fielen nun in Washington und Moskau. Dennoch nahm der in Ost und West gespaltene Kontinent in den folgenden Jahrzehnten eine ganz erstaunliche Entwicklung. Der Wiederaufstieg Europas im Zeitalter des Kalten Krieges ist das zentrale Thema dieses Buches. Europa trat in eine Periode außergewöhnlichen Wohlstands ein und erfuhr in seinem westlichen Teil eine grundlegende gesellschaftliche Demokratisierung. In Westeuropa entstanden der moderne Wohlfahrtsstaat, eine liberale Zivilgesellschaft und stabile Demokratien. Das östliche Europa erlebte eine von oben erzwungene Industrialisierung, Alphabetisierung und soziale Sicherung im Zeichen zum Teil brutaler Diktaturen.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Hartmut Kaelble: Kalter Krieg und Wohlfahrtsstaat - Leseprobe beim C.H. Beck Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.12.2011
Es sind die globalen Bezüge, die der Rezensent besonders schätzt an diesem Buch. Es geht schließlich längst nicht mehr nur um Europa, nicht einmal in einer Geschichte Europas nach dem Zweiten Weltkrieg, die der Autor Hartmut Kaelble in diesem Fall als Ganzes, nicht als Geschichte von Einzelstaaten in den Blick zu nehmen versucht. Die betreffenden viereinhalb Jahrzehnte erschließt der Autor dem Rezensenten Andreas Rödder mit der Eröffnung eines weiten Horizontes, wirtschaftlich, gesellschaftlich, kulturell und indem er die Tendenzen, Konvergenzen und Differenzen chronologisch herausarbeitet. Laut Rödder geschieht das durchweg kenntnisreich, fundiert, wenn auch mitunter etwas schematisch und ohne das narrative Element eines Tony Judt.
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