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Ekkehard Jost
Jazzgeschichten aus Europa
Klappentext
Mit zahlreichen Abbildungen und einer CD mit Musikbeispielen. Ekkehard Josts Jazzgeschichten aus Europa richten ihr Interesse auf Ereignisse, denen etwas Außergewöhnliches und daher Aufsehenerregendes innewohnte: das jähe Eindringen des "wilden" Jazz in das biedere Musikleben westeuropäischer Metropolen der 20er Jahre; das wechselvolle Schicksal jazzmusikalischer Aktivitäten unter den totalitären Regimes des sowjetischen Stalinismus und des deutschen Nationalsozialismus; die bizarre Situation der französischen Jazzszene während der Besetzung durch die deutschen Truppen; die europaweite Jazz-Euphorie der Nachkriegsjahre und ihr allmähliches Abklingen unter dem Einfluß neuer musikalischer Reize in Gestalt des Rock 'n' Roll und der Beat Music, und - zu guter Letzt - die viel beschworene "europäische Jazz-Emanzipation", in der sich europäische Musiker anschickten, den Vaterfiguren des amerikanischen Jazz den Rücken zu kehren und eigene Wege zu gehen.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2013
Ein Überblick über die Geschichte des europäischen Jazz, von ihren Anfängen bis heute und mit literarischem Geschick, Rezensent Adam Olschewski findet Ekkehard Josts "Jazzgeschichten aus Europa" sehr gelungen und "geradezu unentbehrlich". Die Musiker, die es zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts aus den USA nach Europa zog, brachten eher ein "Konglomerat der Tanzstile" mit sich, als das, was wir heute Jazz nennen würden, erfährt Olschewski vom Autor. Entscheidend für die Ausbreitung war die Achse London-Paris-Berlin und das Gefühl des Publikums, etwas aufregend Neues zu erleben. Dabei waren es zu diesem Zeitpunkt meist noch eher "gediegene Jazzbands", die kamen, oft genug auch zweit- und drittrangige Musiker, die Übersee keinen Erfolg gehabt hatten, erklärt der Rezensent. Bis in die sechziger und siebziger Jahre hinein orientierte sich der europäische Jazz noch immer an der Heimat, und nur sehr langsam entwickelte sich ein eigener Sound.

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