Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Elsbeth Ranke. Trotz seiner vielversprechenden Anfänge als Naturforscher entscheidet sich Raff für ein Jurastudium in Harvard. Und bald wartet eine große Herausforderung auf ihn: Ein Immobilienunternehmen will sich die Nokobee-Wildnis seiner Jugend unter den Nagel reißen. In einem atemberaubenden Ende, das kein Leser so leicht vergisst, bekommt er es mit den wütenden und korrupten Geistern eines alten Südens zu tun, den er längst untergegangen glaubte. "Ameisenroman" ist eine Mischung aus Thriller, Familiensaga und Parabel. Er fasziniert nicht nur durch die verblüffenden Wendungen und bestürzenden Enthüllungen seiner Geschichte, sondern vermittelt seinen Lesern auch neue Einsichten in den Sinn des Lebens und Überlebens in unserer sich rasch verändernden Welt.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
E.O. Wilson: Ameisenroman - Leseprobe beim C.H. Beck Verlag
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2012
Respektabel, doch nicht wirklich überzeugend findet Anja Hirsch diesen Mix aus Umwelterziehung und Entwicklungsroman, den der Biologe und Ökologe Edward Osborne Wilson hier vorlegt. Ihrer Meinung nach funktioniert eine solche Melange allenfalls im Bilderbuch. Wenn Wilson seine mitunter durchaus charmante Binnenerzählung aus Ameisenhöhe darbietet, den Leser über Rituale und Gesetze im Ameisenstaat unterrichtet und fast eine Art Ameisensaga entwirft, ist Hirsch heilfroh, dass die Ameisen nicht plötzlich zu reden anfangen. Die Rahmenhandlung mit dem Ameisenforscher Raff Cody überzeugt sie noch weniger: Leere Dialoge, Abschweifungen und kein zwingender Bezug zur Gesamtkomposition, meint sie.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.11.2011
Angetan zeigt sich Renate Wiggershaus von diesem Werk des großen Biologen und Ameisenforscher E. O. Wilson, der mit 81 Jahren seinen ersten Roman vorgelegt hat. Sie liest Wilsons "Ameisenroman" als einen abenteuerlichen, autobiografisch gefärbten Entwicklungsroman, der die Geschichte eines leidenschaftlichen Insektenforschers erzählt. Das Herzstück des Werks bildet dabei die "Ameisenchronik", die Abschlussarbeit des Helden Raff Cody in Biologie, die für Wiggershaus in komplexer Weise das Leben eines Ameisenstaates in Beziehung zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft setzt. Dabei werden für sie eine ganze Reihe von wichtigen Fragen aufgeworfen. Der gekonnte Blickwechsel zwischen Menschen- und Ameisenwelt sorgt in ihren Augen zudem für "ironisch getönte Nachdenklichkeit".
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