Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Edward O. Wilson

Ameisenroman

Roman

Cover: Ameisenroman

C. H. Beck Verlag, München 2011
ISBN-10 3406621988
ISBN-13 9783406621987
Gebunden, 430 Seiten, 19,95 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Elsbeth Ranke. Trotz seiner vielversprechenden Anfänge als Naturforscher entscheidet sich Raff für ein Jurastudium in Harvard. Und bald wartet eine große Herausforderung auf ihn: Ein Immobilienunternehmen will sich die Nokobee-Wildnis seiner Jugend unter den Nagel reißen. In einem atemberaubenden Ende, das kein Leser so leicht vergisst, bekommt er es mit den wütenden und korrupten Geistern eines alten Südens zu tun, den er längst untergegangen glaubte. "Ameisenroman" ist eine Mischung aus Thriller, Familiensaga und Parabel. Er fasziniert nicht nur durch die verblüffenden Wendungen und bestürzenden Enthüllungen seiner Geschichte, sondern vermittelt seinen Lesern auch neue Einsichten in den Sinn des Lebens und Überlebens in unserer sich rasch verändernden Welt.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
E.O. Wilson: Ameisenroman - Leseprobe beim C.H. Beck Verlag

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.03.2012

Respektabel, doch nicht wirklich überzeugend findet Anja Hirsch diesen Mix aus Umwelterziehung und Entwicklungsroman, den der Biologe und Ökologe Edward Osborne Wilson hier vorlegt. Ihrer Meinung nach funktioniert eine solche Melange allenfalls im Bilderbuch. Wenn Wilson seine mitunter durchaus charmante Binnenerzählung aus Ameisenhöhe darbietet, den Leser über Rituale und Gesetze im Ameisenstaat unterrichtet und fast eine Art Ameisensaga entwirft, ist Hirsch heilfroh, dass die Ameisen nicht plötzlich zu reden anfangen. Die Rahmenhandlung mit dem Ameisenforscher Raff Cody überzeugt sie noch weniger: Leere Dialoge, Abschweifungen und kein zwingender Bezug zur Gesamtkomposition, meint sie.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.11.2011

Angetan zeigt sich Renate Wiggershaus von diesem Werk des großen Biologen und Ameisenforscher E. O. Wilson, der mit 81 Jahren seinen ersten Roman vorgelegt hat. Sie liest Wilsons "Ameisenroman" als einen abenteuerlichen, autobiografisch gefärbten Entwicklungsroman, der die Geschichte eines leidenschaftlichen Insektenforschers erzählt. Das Herzstück des Werks bildet dabei die "Ameisenchronik", die Abschlussarbeit des Helden Raff Cody in Biologie, die für Wiggershaus in komplexer Weise das Leben eines Ameisenstaates in Beziehung zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft setzt. Dabei werden für sie eine ganze Reihe von wichtigen Fragen aufgeworfen. Der gekonnte Blickwechsel zwischen Menschen- und Ameisenwelt sorgt in ihren Augen zudem für "ironisch getönte Nachdenklichkeit".

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren