Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christoph Markschies

Warum hat das Christentum in der Antike überlebt?

Ein Beitrag zum Gespräch zwischen Kirchengeschichte und Systematischer Theologie

Cover: Warum hat das Christentum in der Antike überlebt?

Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004
ISBN-10 3374021875
ISBN-13 9783374021871
Broschiert, 67 Seiten, 12,80 EUR

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2005

Recht angetan zeigt sich Wolfram Kinzig von Christoph Markschies' Essay, der die titelgebende Frage "Warum hat das Christentum in der Antike überlebt?" zu beantworten sucht. Dass Markschies sich gegen die verbreitete Krisenthese - sie besagt, dass die Kultur der ausgehenden Antike in eine religiöse Krise geraten sei, die sich das Christentum mit letztlich geschickt geklauten Sinnstiftungsangeboten zunutze gemacht habe - wendet, um stattdessen ein ganzes Netz von Gründen anzuführen, findet Kinzig sehr begrüßenswert. Er würdigt die "bewundernswerten Belesenheit" des Autors, der die Früchte der Forschung einsammle und sie mit einer Vielzahl anderer Disziplinen - von der Religionssoziologie bis zur Hirnforschung - ins Gespräch zu bringen suche. Anhand zahlreicher Beispiele verdeutliche der Autor einaml mehr die bereits von Henry Chadwick vertretene These, das Christentum habe zu einer Humanisierung der Gesellschaft geführt. Kinzig hebt hervor, dass sich der Kirchenhistoriker und Theologe zu Recht gegen Versuche wehrt, das kausale Denken zu verabschieden und gar ein unmittelbar historisch aufweisbares göttliches Eingreifen in die menschliche Geschichte anzunehmen. Zugleich aber warne er auch davor, die menschlichen Möglichkeiten bei der Rekonstruktion historischer Kausalketten zu überschätzen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren