Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Christoph Kleßmann, Hans Misselwitz, Günter Wichert (Hrsg.)

Deutsche Vergangenheiten - eine gemeinsame Herausforderung

Der schwierige Umgang mit der doppelten Nachkriegsgeschichte

Cover: Deutsche Vergangenheiten - eine gemeinsame Herausforderung

Ch. Links Verlag, Berlin 1999
ISBN-10 3861531801
ISBN-13 9783861531807
broschiert, 338 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Die nach 1990 mit großem Aufwand betriebene DDR-Vergangenheitsbewältigung hat die objektive Ost-West-Asymmetrie verstärkt und im Osten zu einer wachsenden Entfremdung zwischen öffentlicher Geschichtsdebatte und individueller Erinnerung und Erfahrung der Epoche geführt. Es muß daher diskutiert werden, inwieweit die getrennte Vergangeheit als gemeinsame, gegenseitig beeinflußte, von gleichen Herausforderungen geprägte Geschichte gesehen werden kann ? nicht zuletzt deshalb, weil ein faires und differenziertes Geschichtsbild Voraussetzung für die Verwirklichung der inneren Einheit unseres Landes ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.04.2000

Mit verhaltenem Spott, aber akademisch fair referiert Klaus Schroeder die Beiträge dieses Bandes, die auf Vorträgen einer 1998 abgehaltenen Tagung beruhen. Hier schrieben zum großen Teil jene Historiker, so meint Schroeder, die sich in den achtziger Jahren frohgemut von der Idee der Wiedervereinigung verabschiedeten und der DDR ihre eigene Legitimität als Antwort auf den Nationalsozialismus zubilligten - viele Sozialdemokraten darunter. Den Beiträgen des Bandes - ob sie nun von Ost- oder Westdeutschen stammen - sei manches gemeinsam: Man lehne den Begriff des Totalitarismus für die DDR ab, scheue also auch den Vergleich mit dem Nationalsozialismus und bevorzuge immer noch den Vergleich mit der Bundesrepublik "auf gleicher Augenhöhe". Der politischen Aufarbeitung der Machtstrukturen des Systems - und der eigenen Verstrickung in seine Legitimierung - weiche man mit der Forderung nach einer Sozial- und Mentalitätsgeschichte aus, die den Alltag der DDR-Bevölkerung schildern soll. Schroeder warnt vor den Folgen einer derart rücksichts- und verständnisvollen DDR-Geschichte: Es könnten andere Historiker auf die Idee kommen, auf diese Weise auch den Nationalsozialismus zu legitimieren.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren