Woher kommt die Vorstellung, Geisteswissenschaften seien unproduktiv und abzuwickeln? Wieso, fragt Johannes Fried, soll das Internet eine qualitativ andere Form des Wissens vermitteln als die mittelalterliche Lateinschule. Beruht doch unser gesamtes Wissen auf Vergangenem - Erfahrenem wie Gedachtem -, was die Beschäftigung mit Geschichte zur beispielhaften "Erfahrungswissenschaft" macht, - dieses Etikett tragen sonst die Naturwissenschaften. Ist nicht vielmehr, fragt Fried, die Analyse der Vergangenheit als eigentliche "life science" anzusehen? Fried stellt die These von der Geschichtswissenschaft als Kognitions-und Lebenswissenschaft auf. Dieser Essay ist ein Zwischenruf gegen die Überheblichkeit der Gegenwart, sich als "Wissensgesellschaft" der Vergangenheit überlegen zu fühlen.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…