Aus dem Amerikanischen von Dirk van Gusteren. Mit einem Nachwort von Paul Ingendaay. Ein kleiner Ort an der tunesischen Küste. Ein amerikanischer Schriftsteller, der an einem Buch mit dem Titel Das Zittern des Fälschers arbeitet und ungeduldig auf Nachrichten von seiner Geliebten wartet. Ein schemenhafter Besucher im Dunkeln, dem der panische Schriftsteller seine Schreibmaschine entgegenschleudert. In gleißender Hitze, in einer fremden Welt, wo Leichen so schnell verschwinden wie tote Katzen, treffen die amerikanische und die arabische Seele aufeinander.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2002
In der Reihe der Neuübersetzungen für die neue Highsmith- Werkausgabe ist als einer der ersten nun jener Roman erschienen, den die Autorin selbst für ihren besten hielt. Im Zentrum steht der Schriftsteller Howard Ingham, der in Tunesien sitzt und auf einen Freund wartet. Als er erfährt, dass dieser gestorben ist, kehrt er jedoch nicht nach New York zurück, sondern bleibt, unerklärlicherweise, in Tunesien. Dies ist, meint der Rezensent Alex Rühle, das Bezeichnende bei Highsmith: die Beschreibungen von "Tagesabläufen, Gesprächen, Überlegungen" sind überaus genau, und doch bleibt eine nicht aufzuklärende "wolkige Stelle" im Text und im Verhalten der Figur, von der aus die vertrauten "moralischen Kategorien" ins Schwanken geraten. Zur Neuübersetzung verliert unser Rezensent leider kein Wort.
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