Aus dem Persischen von Zana Nimadi. An einem Vormittag 1982 sitzt in Teheran ein älterer Schriftsteller allein zu Hause. Ihm fehlt ein schwarzer Anzug für die nächste Trauerfeier. Dabei häufen sich die Anlässe durch Irak-Krieg und Folter. Aber die Revolutionsanhänger tragen Schwarz... Er wird verhaftet, verhört, ausgepeitscht. Im Gefängnis tröstet er Todeskandidaten mit Gedichten der persischen Tradition und eigenen. Eine der alten Verserzählungen berichtet von einem König der in eine chinesische Stadt gerät, in der alle Bewohner schwarz gekleidet sind. Der König versucht hartnäckig, den Grund herauszufinden - und wird schließlich wunderbar und schmerzlich belehrt...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2002
Eine "neue Epoche der iranischen Literatur" begründet habe der äußerst moderne politische Autor Huschang Golschiri, der sich hinter dem Pseudonym Manuchehr Irani verbirgt, schwärmt Rezensent Heinz Ludwig Arnold, und er wünscht dem Werk dieses im letzten Jahr verstorbenen Schriftstellers im Westen mehr Aufmerksamkeit. Die Erzählung über einen iranischen Autor, der nach der "islamischen Kulturrevolution" gegen den Schah für ein Jahr im Gefängnis verhört und gefoltert wird und den anderen Inhaftierten Gedichte und alte iranische Geschichten erzählt, hält Arnold für eine "großartige Parabel". Dieses "Meisterwerk der politischen Literatur" ist für ihn am besten geeignet, um sich dem Werk von Golschiri zu nähern.
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