Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Manuchehr Irani

Manuchehr Irani ist ein Pseudonym von Huschang Golschiri, einem der wichtigsten Verteter der modernen iranischen Literatur. Er wurde 1937 in Isfahan geboren und arbeitete zunächst als Dorfschullehrer, bevor er Literatur studierte. Noch in der Schah-Zeit wurde Golschiri aus politischen Gründen inhaftiert. Als Folge der "islamischen Kulturrevolution" verlor er 1981 seinen Lehrauftrag an der Hochschule der Künste. Danach lebte er als freier Schriftsteller, Kritiker und Herausgeber von Literaturzeitschriften in Teheran und gehörte zu den Initiatoren des "Aufrufs der 134", eines Appells für die Meinungsfreiheit und die Gründung eines unabhängigen Schriftstellerverbandes in Iran. 1999 erhielt er den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis für sein bedeutendes literarisches Werk und sein Engagement für Menschenrechte und Meinungsfreiheit in Iran. Nach langer Krankheit starb Golschiri im Juni 2000.

Bücher von Manuchehr Irani

Irani, Manuchehr: Der König der Schwarzgewandeten. Erzählung

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3518120662, Broschiert, 106 Seiten, 7,50 EUR

Aus dem Persischen von Zana Nimadi. An einem Vormittag 1982 sitzt in Teheran ein älterer Schriftsteller allein zu Hause. Ihm fehlt ein schwarzer Anzug für die nächste Trauerfeier. Dabei häufen sich die Anlässe durch Irak-Krieg und Folter. Aber die Revolutionsanhänger tragen Schwarz... Er wird verhaftet, verhört, ausgepeitscht. Im Gefängnis tröstet ... mehr lesen
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Archiv: Buchautoren

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Bücherbrief

Nerv für klare Worte

07.05.2012: Matthias Nawrat erzählt von einem schwer verliebten Gemüsefahrer. Helene Bessette erzählt von einem besessenen Pfarrer. Ketil Bjoernstadt erzählt von der Sandwich-Generation, Nedim Gürsel von Allahs Töchtern. Außerdem reisen wir mit Stephen Greenblatt in die Renaissance und mit David van Reybrouck in den Kongo. Dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Mai. Mehr lesen

Archiv: Kolumnen

Oh Herr, lass' Bryson regnen!

28.03.2007: "Lassen wir uns nicht einreden, Ibsen wäre altmodisch", wir entkommen ihm eh nicht. Arno Widmann liest Ibsens Dramen, eine Amerikafibel für erwachsene Deutsche von Margret Boveri, Per Olov Enquists Roman über die Pfingstbewegung, "Lewis Reise", Briefe von Peter Hacks, die Benediktusregeln, Foltergemälde von Fernando Botero und "Eine kurze Geschichte von fast allem" - Manna-Ersatz von Bill Bryson. Mehr lesen

Untergänge und Aufstiege

23.01.2007: Eine Debatte über schwarze Löcher und weiße Zwerge, ein Politkrimi von Ulrike Sommer, der Hinduismus des Mahatma Gandhi, Elena Ferrantes radikaler Roman über die kalte Gewalt einer verlassenen Frau, Michael Kittners Geschichte des Arbeitskampfs.
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Sehnsucht nach dem Staub

08.01.2007: Er bewundert einen prächtigen Bildband über Indien, empfiehlt Alain de Libera und Al-Farabi als Impfung gegen christlichen Hochmut gegenüber dem Gott der Muslime, bewundert einen prachtvoll gewachsenen Krieger, jagt Gespenster mit einem echten Aufklärer und erliegt der Schönheit von George Steiners Melancholie. Mehr lesen