Der amerikanische Philosoph John Rawls (geb. 1921) hat mit seinem Hauptwerk, der "Theorie der Gerechtigkeit" von 1971, einen der bedeutendsten Beiträge zur Philosophie des 20. Jahrhunderts geleistet. Die Neufassung dieser Einführung trägt der Entwicklung der politischen Philosophie der Gegenwart im Allgemeinen und des rawlsschen Denkens im Besonderen Rechnung. Erstmals thematisiert werden zum Beispiel Rawls' Völkerrechtskonzeption und seine Beziehung zur Gerechtigkeitsphilosophie des egalitären Liberalismus.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2001
Karl-Heinz Nusser sieht in dem neuaufgelegten Einführungsbändchen zu "John Rawls" "viel mehr als eine Einführung". Der Leser erfahre in der Einleitung , warum die politische Philosophie im 20. Jahrhundert zu einem Stillstand gekommen sei und inwieweit Rawls Theorie ihre Fragestellungen wieder neu belebt habe. Der Kritiker lobt, dass man über die Weiterentwicklung und die Ausweitung der "innerstaatlichen Gerechtigkeitskonzeption" von 1971 zu einer zwischenstaatlichen Gerechtigkeitstheorie informiert werde. Der Autor sieht in Rawls aufgrund seines eigenen liberalen Denkens vor allen Dingen einen "Vertragstheoretiker" und betont, so Nusser, die Einflüsse von Thomas Hobbes und Immanuel Kant. Bedauerlich sei, dass die Bezüge zu Jean-Jacques Rousseau oder Karl Marx nicht berücksichtigt seien. Wenn man etwas über Rawls' Beziehung zu Nozick oder den Kommunitaristen erfahren wolle, müsse man auf die frühere Auflage zurückgreifen. Gut sind sie beide, meint Nusser.
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