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zuletzt aktualisiert 13.03.2010, 14.25 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Marlene Dietrich, Erich-Maria Remarque

'Sag mir, dass Du mich liebst...'

Zeugnisse einer Leidenschaft

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2001
ISBN-10 3462030329
ISBN-13 9783462030327
Gebunden, 214 Seiten, 19,43 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Werner Fuld und Thomas F. Schneider. Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich verband über Jahre eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die Remarque zu hinreißenden und bewegenden Liebesbriefen motivierte. Sie werden hier, mit den wenigen erhaltenen Antworten von Marlene Dietrich, zum ersten Mal veröffentlicht...

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.12.2001

Die letzte große Liebesgeschichte des 20. Jahrhunderts sei sie gewesen, behauptet Mitherausgeber Werner Fuld in diesem Buch, die Beziehung zwischen Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich in den Jahren 1937 bis 1940. Das sicher nicht, korrigiert Rezensent Wilhelm von Sternburg, aber unbestritten eine recht dramatische. Wohl weniger für Marlene Dietrich, die ihren Geliebten oft betrog, als für den sensiblen Remarque, der unter der Untreue der Dietrich offenbar schwer gelitten hatte. Seine Qualen hat der Rezensent aus seinen Briefen und Tagebuchnotizen herausgelesen, die Fuld und Thomas F. Schneider nun herausgegeben haben. Von Sternburg bedauert, dass nur Remarques Briefe an die Diva zu lesen sind - deren eigene Briefe hatte Remarques spätere Ehefrau Paulette Goddard nach seinem Tod im Jahr 1970 vernichtet. Immerhin seien die Zeugnisse, schreibt Sternburg, ein wichtiger Mosaikstein zur Biografie des Schriftstellers, der weit weniger Lebemann war, als ihm Literaturkritiker und -wissenschaftler nachsagen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.12.2001

Stephan Maus' Urteil über diesen Band mit der Korrespondenz zwischen Remarque und Dietrich ist zwiespältig. Solange Remarque noch in seinen Liebesgefühlen schwelgt, sind ihm die Briefe viel zu kitschig und irgendwie auch "banal". Außerdem machen ihm die "blumigen Wortkränzchen" Remarques die Lektüre schwer. Zudem, so der Rezensent, ist glückliche Liebe einfach langweilig für Nichtbeteiligte. Doch wenn es um "unglückliche Liebe" geht, werden die Briefe für Maus wieder spannend. Er findet es "eindrucksvoll", wie sich der Schriftsteller um Dietrich mit allen rhetorischen Mitteln bemüht und wie sich die beiden nun als "tapferes, stolzes Paar" zeigen. Besonders der einzige erhaltene längere Brief von Marlene Dietrich sei sehr beeindruckend und entschädige für so manches "schmerzhafte Metapherngerinnsel", so der Rezensent fasziniert. Über die Herausgeber hat er allerdings nur Gutes zu sagen und lobt sie für ihre "Sorgfalt" und die "gut recherchierte Chronologie" der Briefe.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.11.2001

Eine merkwürdige Beziehung war das, zwischen dem Autor-Weltstar Remarque und dem Film-Weltstar Dietrich. Viel gesehen nämlich haben sie sich nicht, aber viel geschrieben. Etwa, bedauernd, "dass man leider nicht durch das Telefon miteinander 'vögeln' könne". Vorhanden sind nur noch Remarques Briefe, die von Marlene Dietrich hat Remarques spätere Frau Paulette Goddard "restlos vernichtet". Eberhard Rathgeb, als Rezensent, ist von der nun veröffentlichten Remarqueschen Wortflut nach der Lektüre einigermaßen "erschöpft" und stellt fest, dass Remarque ganz offenkundig "von den eigenen Worten völlig besoffen werden konnte" und, so Rathgebs Wortschöpfung, ein rechter "Liebeswörterflammenwerfer" war. Dass daraus aber, wie die Herausgeber behaupten, "ein großer Liebesroman" geworden ist, das findet der Rezensent nun nicht. Eher amüsiert zerpflückt er Remarques, soll man sagen: Kosenamen für die Dietrich, wie etwa "Affenkopp" oder "Madonna meines Blutes" oder "süßer Morgenstern über zerschossenen Wäldern". Man versteht, was Rathgeb meint, wenn er von einem "ganz privaten Delirium" redet, in das sich Remarque da hineingesteigert hat. Ein Roman also ist das ganze nicht, jedoch, man geht nicht mit leeren Händen nach Hause: immerhin hat man an den Briefen doch, so Rathgeb, ein Konvolut von "einsamen schönen Worten für eine lebensferne Liebe".

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