Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Brigitte Heinrich. Voll von sonderbaren Wesen, von mythischen Figuren und magischen Gegenständen ist Ilanas Welt. Aber sie ist nicht mehr heil, sie ist kalt, abweisend und gewalttätig. Durch die Wälder ziehen blutrünstige Banditen und marodierende Soldaten. Aus dieser Welt, vor einem Leben, wie es ihre Mutter geführt hat, flieht Ilana - aus einem namenlosen Dorf in Osteuropa bis nach New York. Zusammen mit dem Schauspieler Shmuel gründet sie eine Familie. Die Tochter Sashie erfindet ihre eigene Geschichte, will die Vergangenheit vergessen und ganz Amerikanerin sein, nennt sich Shirley. Die Frauen bleiben zusammen, auch in der dritten und vierten Generation, und Nomie, das junge Mädchen, lauscht noch immer gebannt den Erzählungen der Urgroßmutter aus einer fernen Zeit, lässt die Erinnerungen zu ...
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.06.2002
Völlig zu Unrecht werde der amerikanischen Jungautorin das "Frauen"-Label verpasst, erklärt Rezensentin Katharina Granzin. Das liegt daran, argumentiert sie, dass in Deutschland vor dem Debütband "Große Sprünge" Budnitz' zweites Buch, der Roman "Das Echo meiner Schritte" erschienen sei, der eine vier Generationen übergreifende Familiengeschichte erzähle. Und Familiengeschichten seien eben Frauensache, zumal in diesem Buch die Männer immer wegsterben und nur die Frauen das Zepter von Generation zu Generation weiterreichen. Budnitz erzählt diese Familiensaga, die in einem osteuropäsichen Dorf beginnt, wo neun Monate im Jahr Schnee liegt, gefolgt von drei Monaten Schlamm, wie ein farbiges und ebenso grausames Märchen und greift dafür tief in die europäische Mythengeschichte, so Granzin. Der Roman sei "zum Platzen" spannend und voll mit guten Geschichten, zeige aber auch einige Schwächen. Zwar wechselt die Erzählperpektive vier Mal, dennoch bleibe sie im Grunde zu ähnlich, moniert die dennoch wohlwollende Rezensentin. Die Übersetzung sei ordentlich, aber teilweise zu wörtlich, schreibt sie weiter, dennoch werde der pointierte Stil von Budnitz bereits deutlich.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.06.2001
Vier Frauen erzählen in Judy Budnitz erstem Roman ihre Geschichte. Es handelt sich also um eine Art Familiensaga, die die Weltgeschichte vom ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart mit einbezieht, ohne die Dinge direkt beim Namen zu nennen. Denn in die Geschichten von Europa, erklärt die Älteste ihren Nachfahren - alle gemeinsam sind in die USA ausgewandert - sei keine Ordnung zu bringen. Dies scheint auch für den Roman zu gelten. Eleonore Frey zeigt, wie sich hier alles überlappt: die Alte und die Neue Welt mit ihren anderen Gesetzen, aber auch die zeitlichen Ebenen. "Wild und unbändig" wachse da eine Erzählung, die vier verschiedene Generationen, vier verschiedene Menschen und vier verschiedene Gesichtspunkte vorstelle. Eine "Schule des Sehens" sei das, die immer wieder beim Kinderblick ansetze und die Welt im Konflikt wechselnder Ansichten zeige. Damals und Jetzt kreuzen sich in Form von Leitmotiven und Wiederholungen, erklärt Frey. Die Welt werde zu einer Art Bühne, auf der sich alles abspielt. Auch wenn Frey einräumt, dass die ein oder andere Geschichte zugunsten des Ganzen hätte wegbleiben können, freut sie sich jetzt schon auf Judy Budnitz' nächstes Buch.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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