München war neben Berlin einer der Brennpunkte der deutschen Revolution. Über den revolutionären Ursprung des Freistaates Bayern besteht jedoch bis heute in der Öffentlichkeit weitgehend Unklarheit. Die Münchner Ereignisse vom Sturz der Monarchie bis zum Ende der Räteherrschaft sind noch immer durch zahlreiche Legenden verzerrt. Ralf Höller widmet sich dieser "ungeliebten Revolution", die nach nur sechs Monaten ein blutiges Ende fand.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.12.1999
Ziemlich harsch geht Freya Eisner mit dem Autor ins Gericht, weist ihm historische Fehler nach und wirft ihm vor, "unreflektiert" aus durchaus fragwürdigen Quellen geschöpft zu haben. Zwar ist seine einfach Darstellungsweise "ansprechend", aber die "Heroisierung des Wahnsinns" besonders der letzten Phase der bayerischen Revolution 1918/19 lässt sie keinesfalls gelten. Reines "Wunschdenken" sei beispielsweise die Vorstellung, der bewaffnete Kampf hätte Signalwirkung haben können; Höller übersieht, so Eisner, dass die Aufständischen durch ihre "ideologische Verblendung" ihren Tod und den der Münchener Räterepublik provoziert hätten.
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