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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Als Myles na gCopaleen (Myles von den Pferdchen) hat Flann O`Brien 26 Jahre lang die Irish Times mit seiner Kolumne "Cruiskeen Lawn" (Gefüllter Krug) beliefert.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.01.2005
Einem "etwas zu langen Kneipenabend" glichen die in "Golden Hours" versammelten Kolumnen von Flann O'Brien, findet Rezensentin Laura Weissmüller, hat sich aber offensichtlich doch gut amüsiert. Sie empfiehlt allerdings, sie häppchenweise zu lesen. Ab 1940 hat der Autor seine Kolumnen fast 25 Jahre lang in der Irish Times unter dem Pseudonym Myles na gCopaleen veröffentlicht. "Pedantisch" gehe er darin gegen "alles und jeden" vor, so dass einem der "selbstverliebte Nörgler" schnell auf die Nerven gehen könne, besäße er nicht diesen "faszinierenden Sprachwitz". Mitunter büße dieser zwar durch die Übersetzung an Komik ein, wodurch das Buch zudem "deutlich an Fahrt" verliere. Dennoch seien die Kolumnen immer "herrlich arrogant, niemals selbstkritisch und stets äußerst unterhaltsam" - auch wenn einem der Autor nicht sonderlich sympathisch werde. Übersetzer Harry Rowohlt führt abseits des eigentlichen Textes einen "höchst amüsanten" Dialog mit dem Herausgeber John Wysee. Er versucht, Spitzfindigkeiten wie Decknamen und Anspielungen zu entschlüsseln und sieht sich bisweilen mit der Unübersetzbarkeit einzelner Kolumnen konfrontiert. Dies aber, so stellt die Rezensentin anerkennend fest, "ganz und gar in Flann O'Briens Manier".
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.06.2002
Die Zeitungskolumne als Betätigungsfeld des Humoristen hat im englischsprachigen Raum Tradition, informiert der Rezensent Joachim Kalka vorab. Ein bedeutender Vertreter dieses Genres in der irischen Literatur ist der Romancier Flan O'Brien: Von seinen Kolumne ist nun eine zweite Auswahl erschienen ist - und Kalka schwärmt in höchsten Tönen. Hier werde Irland während des Zweiten Weltkriegs "wie in einem schräg gestellten Spiegel" präsentiert, lobt er. Doch auch wenn man in den von Kalka als "kostbar" bezeichneten Texten viel über Irland zu dieser Zeit erfährt, bleibe "das eigentliche große Thema des Humoristen immer die Sprache selbst. Amüsiert führt er einen unspektakulären Dialog an einer Bushaltestelle als Beispiel an, in dem O´Brien gleichzeitig Lokalkolorit und "universelle selbstverliebte Dummheit" vorführe, die den Leser zunächst amüsiere, dann aber verlegen mache. Besonders legt Kalka dem Leser den umfangreichen Fußnotenapparat ans Herz, der zum einen durch die Lektüre helfe, zum anderen aber auch Spuren enthalte, denen man unbedingt folgen solle.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.04.2001
Friedhelm Rathjen findet Spass an dieser Veröffentlichung von Flann O'Briens Kolumnen, in denen sich der irische Dichter hauptsächlich über sprachliche Patzer echauffiert. Und das, obwohl mit dem Buch seiner Meinung nach Ettikettenschwindel betrieben wird, denn ein Roman ist es nicht, auch wenn der Verlag es als solchen verkauft. Ein bisschen Spott ist bei Rathjen bei aller Bewunderung für O'Brien dabei, denn was an dessen Kolumnen witzig daherkommt, "seine pedantischen, spießigen, auch gehässigen Kleinkariertheiten, [die er] ohne alle Hemmungen, dafür aber mit viel Witz auszufantasieren verstand" waren vom Autoren durchaus ernst gemeint, da ist sich der Rezensent sicher. In dem Zusammenhang findet er er, dass Harry Rowohlt der optimale Übersetzer dieser Geschichten ist, denn der ist für Rathjen "auf virtuose Weise ebenso engstirnig".
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